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Internationale Programme 2008

Internationales wissenschaftliches Symposium

14.08. - 17.08.2008 Marburg - Germany

"Keine Zukunft ohne Vergangenheit" - Perspektiven der Demokratisierung und Friedensförderung in der Region der Großen Seen, Zentralafrika

"No future without the past" – Perspectives of democratisation and promotion of peace in the Great Lakes Region, Central Africa

"Pas d’avenir sans le passé" – Perspectives de démocratisation et de promotion de la paix dans la Région des Grands Lacs, Afrique centrale

Vom 14. bis 17. August 2008 veranstalteten Imbuto e.V. und das Zentrum für Konfliktforschung der Philipps-Universität Marburg ein internationales wissenschaftliches Symposium. Auf dem viertägigen Symposium wurden aus multidisziplinärer wissenschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Perspektive viele Facetten der Analysen, der konkreten Erfahrungen von Akteuren vor Ort und von Ansätzen der Konfliktregelung auf internationaler, regionaler und lokaler Ebene in den Ländern Burundi, Demokratische Republik Kongo und Rwanda dargestellt und diskutiert.

In drei Themenblöcken (Politische und gesellschaftliche Situation in den drei Ländern, Transitional justice, Visionen für die Zukunft) wurden in 20 workshops die Hintergründe der Konfliktfelder, der Kriege und des Genozids sowie Möglichkeiten untersucht, die Vergangenheit aufzuarbeiten und Zukunft zu gestalten.

Die politische und gesellschaftliche Entwicklung 1990 bis 2008, die Rolle internationaler, staatlicher und lokaler Akteure, die Ausbeutung und Regelungsmechanismen für die Nutzung natürlicher Ressourcen, Rolle und Visionen von Jugendlichen, die spezifischen Wirkungen der Konflikte auf Frauen und ihre Potentiale zur Lösung beizutragen, Traumatisierung, Heilungsprozesse und Identitätsbildung sowie die Wirkungen lokaler und internationaler Justizsysteme waren Themen des Symposiums.

Referierende, ModeratorInnen und Teilnehmende waren 100 renommierte WissenschaftlerInnen, Studierende und NachwuchswissenschaftlerInnen aus dreißig Universitäten und Institutionen in Europa, Zentralafrika, USA und Chile, VertreterInnen der Zivilgesellschaft wie die Liga für Menschenrechte in der Region der Großen Seen, die Liga der Batwa in Burundi, Ibuka – Rwanda, Vertreter von Frauenorganisationen wie AVEGA - Rwanda, Jugendliche aus Europa und Studierende der klinischen Psychologie in Rwanda, des Zivilen Friedensdienstes sowie der Vereinten Nationen. Die Teilnehmenden aus neun Ländern, zur Hälfte weiblich, führten einen intensiven, offenen und sehr konstruktiven Dialog. Vertreten waren die Disziplinen: Erziehungswissenschaften, Geschichte, Hydrologie, Jura, Ökonomie, Politologie, Theologie, Soziologie und Psychologie. Etwa die Hälfte der Teilnehmenden kam aus der Region der Grossen Seen. So wurden ausgehend von der aktuellen Realität die Komplexität der Konfliktfelder analysiert und Perspektiven für Demokratisierung und Friedensförderung aufgezeigt.

Die Dokumentation des Symposiums in Englisch und Französisch, herausgegeben von Hildegard Schürings, Sebastian Günther und Andrea Pabst, Imbuto e.V., wird im Mai 2009 im Tectum-Verlag, Marburg erscheinen.



Zur Dokumentation

Für das Symposium wurde das Webportal von Imbuto e.V. und dem Zentrum für Konfliktforschung der Universität Marburg erstellt:

http://www.uni-marburg.de/konfliktforschung/afrikanische-grosse-seen

Gefördert wurde die Konferenz durch

  • viel ehrenamtliches Engagement von Studierenden der Universität Marburg und Mitwirkenden von Imbuto e.V.
  • die Volkswagenstiftung
  • die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH (GTZ - Sektorvorhaben "Bildung und Konfliktbearbeitung") im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - BMZ
  • den DED mit dem Zivilen Friedensdienst ZFD.


 


Danke an ALLE Organisationen und die vielen Personen, ohne deren Engagement und Förderung das Symposium, die Seminare und Veranstaltungen nicht möglich gewesen wären.


„Visionen von Jugendlichen für den Frieden“

Studierende von Imbuto e. V. und der Verein der Studierenden der klinischen Psychologie und für mentale Gesundheit der Nationalen Universität Rwanda - Association des Etudiants en Psychologie Clinique et pour la Promotion de la Santé Mentale, Université Nationale du Rwanda, Butare
haben vom 6.-22. August 2008 ein Seminar in Frankfurt am Main, Marburg und Berlin durchgeführt und somit zur Vor- und Nachbereitung sowie Durchführung des internationalen Symposiums „No future without the past – Perspectives of democratisation and promotion of peace in the Great Lakes Region, Central Africa“ maßgeblich beigetragen.



Zur Dokumentation


 

Weltkongress: 13th International Metropolis Conference:

http://www.metropolis2008.org/ Wednesday, October 29, 2008

W38-29 – African Diaspora Groups as Facilitators of Peace and Development
Wednesday, October 29

  • Organiser: Andrea Warnecke, Bonn International Center for Conversion (Germany)
  • Presenters:
      • Jean-Louis Bisangwa, Imbuto e.V. (United Kingdom)
      • Liisa Laakso, University of Jyväskylä (Finland)
      • Mehari Taddele Maru, African Rally for Peace and Development (Ethiopia)
      • Awil Mohamoud, African Diaspora Policy Centre (The Netherlands)
      • Andrea Warnecke, Bonn International Center for Conversion (Germany)
      • Carsten Montag, ForumZFD Civil Peace Service (Germany)

„Wege zum Frieden in Ruanda“ Förderung des Dialogs – Wie aus der Spirale der Gewalt kommen?

14.11.2008, 19.30h Wiesengrund, Frankfurt am Main

Ruanda hat in den 14 Jahren nach dem Genozid 1994 große wirtschaftliche Aufbauleistungen erreicht, die in der Hauptstadt Kigali sichtbar sind. Sehr schnell hat das Land mit der Aufarbeitung der Verbrechen begonnen und die institutionellen und rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen.

Eine Vielzahl an Gruppen und Organisationen setzt sich für die Förderung von Frieden und Versöhnung ein. Doch diese Prozesse sind schwierig und konfliktreich, erfordern Zeit, Trauern und Gedenken, Erinnern und Heilung, Veränderung und soziale Beziehungen gestalten. Hildegard Schürings stellt mit Bildern zwei zukunftsorientierte Projekte vor: ein Vorhaben mit jungen Leuten in Rwanda und in Europa (Imbuto e.V.) sowie ein Projekt zur Dialogförderung zwischen Opfern und Tätern der Nationalen Universität Rwanda.

Referentin: Dr. Hildegard Schürings, Erziehungswissenschaftlerin, seit 1978 als Beraterin in der Region der Großen Seen tätig, Koordinatorin der Internationalen Wissenschaftlichen Konferenz: No future without the past – Perspectives of democratisation and promotion of peace in the Great Lakes Region, Central Africa 2008


"Medienlandschaft in Ruanda - wie unabhängig ist die Presse?“

Mittwoch, 29. Oktober 2008, 18 Uhr
Abgeordnetenhaus Mainz
Podiumsdiskussion

Journalisten aus Rwanda: Bahati, Innocent: Radio 10, Rudatsimbura Bryon, Albert: Chairman of the Board of the PressHouse of Rwanda, Rugambwa, Gerard: Chefredakteur von "La Nouvelle Relève" (Zeitung), Rushingabigwi, Jean Bosco: President Editors' Forum

Dr. Hankel, Gerd, Hamburger Institut für Sozialforschung

Dr. Schürings, Hildegard, Imbuto e.V.

Moderation: Margarete Ruschmann, SWR


Vernetzung von MigrantInnen und der Beitrag der Diaspora zur Friedensarbeit

Universität Bonn, Mittwoch, 21. Mai 2008, Bonn, 18 - 20 Uhr

  • Andrea Warnecke, Internationales Konversionszentrum Bonn (BICC),
  • Anne-Gisèle Nimbona, Imbuto e.V. Vortrag zur Geschichte und Arbeit des Vereins Imbuto
    www.bimun.org/ Zum Protokoll


Wochenendseminar für Studierende

zur Vorbereitung auf das internationale Symposium, 27.-29.06.2008, Universität Marburg
Samstag, 28.06.2008

Laurien Ntezimana: „Ubuntu und Versöhnung - die Arbeit der „Association Modèste et Innocent – AMI“ in Rwanda“ www.ami-ubuntu.org

Hildegard Schürings:„Ethnien und nationale Identitäten in Rwanda“



Informationsstand von Imbuto e.V.

The Security Nexus: Challenges and Opportunities of African Migration to EU Countries, International Conference, Bonn, 22-23.02 2008 www.bicc.de

 

Film und Diskussion „Democracy in Rwanda“

Imbuto e.V., Samstag, 16.02.2008, 19.00 h

Film des Instituts für Forschung und Dialog zur Friedensförderung, Kigali, Rwanda www.irdp.rw.
Der Film dokumentiert zahlreiche Interviews mit verschiedenen Akteuren im Inland und im Ausland zu Fragen: „Was ist Demokratie und was bedeutet sie für Rwanda.“

Ort: Dorfgemeinschaftshaus, Frankfurter Strasse 35112 Bellnhausen




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