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Wir laden ein!  22. November 2014 im Dorfgemeinschaftshaus 35112 Bellnhausen

"Leben nach 20 Jahren - Völkermord in Rwanda 1994"

18.00 Uhr Afrikanischer Markt, Information, Bilder aus Rwanda

19.30-21.30 Uhr Film und Diskussion

"Unter Nachbarn – Vom Leben mit den Mördern" Regie: Steffen Düvel, 2008, 43 min.

Gespräche mit Steffen Düvel und  Hildegard Schürings. Einführung: Sang-Min Park

Der Eintritt ist frei, wir freuen uns über Spenden!

Rwanda (Ruanda), im Herzen Afrikas, war von 1887 bis 1916 „Schutzgebiet“ des Deutschen Reiches. Der Staat erlangte am 1. Juli 1962 seine politische Unabhängigkeit von Belgien. Bis Anfang der 1990er Jahre war Rwanda nur wenigen bekannt. Dies änderte sich im April 1994, als Rwanda durch einen Völkermord weltweit in die Medien gelangte. Innerhalb von drei Monaten wurden etwa 800.000 Menschen, vor allem Angehörige der Bevölkerungsgruppe der Batutsi, auch viele Bahutu und Batwa getötet. Während des Mordens flüchteten mehrere Millionen innerhalb des Landes oder in die Nachbarländer Tansania, Burundi, Uganda und in das damalige Zaire, heute Demokratische Republik Kongo, nur wenige in Länder außerhalb des afrikanischen Kontinents. Die meisten Menschen, besonders auch Rwander und Rwanderinnen, stehen dem Genozid fassungslos gegenüber. Alle Analysen haben nicht schlüssig klären können, wie es zu solchen Mordorgien kommen konnte. Der Genozid prägt bis heute das gesellschaftliche Leben, die Beziehungen zwischen den Menschen und die Zukunft.

Der Völkermord 1994 stellte einen Wendepunkt in der internationalen Politik und der Entwicklungs­zusammenarbeit dar: Konfliktprävention und Friedensförderung wurden zu zentralen Themen politischer, militärischer, ziviler Institutionen und wissenschaftlicher Forschung. Imbuto hat seit 2000 zahlreiche internationale Begegnungen der Friedensförderung mit Jugendlichen aus und in Rwanda organisiert.

Der Film „Unter Nachbarn – Vom Leben mit den Mördern“, 2008, 43 min. von Steffen Düvel lässt fünf Überlebende des Völkermords sprechen: über ihr Verhältnis zu den Tätern, ihren Schmerz, ihre Gedanken zur Zukunft. Diese Zeugenaussagen sind sehr eindrücklich.

In Rwanda werden zahlreiche Programme zur Versöhnung durchgeführt. Aber ist nach 20 Jahren Versöhnung möglich?

Im Rahmen unserer Themenreihe „Afrikanische-deutsche Geschichten“ werden wir mit dem Filme­macher diskutieren, wie die Menschen heute in Rwanda leben und über Projekte der Friedens­förderung von Imbuto informieren.

* Steffen Düvel verbrachte seine Kindheit in Afrika und beschloss 2008 mit diesem Film das Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg. Der Film wurde 2008 für den deutschen Menschenrechts-Filmpreis nominiert.

* Hildegard Schürings, Geschäftsführerin von Imbuto e. V., hat zuletzt im August 2014 Rwanda besucht - zur Rolle der Kirchen in Rwanda.

Ab 18 Uhr laden wir ein zu einem Afrikanischen Markt mit Schmuck, Stoffen, Büchern, Tee und Kaffee aus Rwanda und Informationen zu Imbuto e.V. und zu Rwanda.

Um 19.30 Uhr: Film und Diskussionsabend. 

Hier als pdf:  Rwanda 20 Jahre Genozid 22.11.2014


Am 14. und 15. November 2014 feiert das entwicklungspolitische Netzwerk Hessen in Frankfurt a. M. den 10. Geburtstag. Wir laden herzlich ein!

Informationen zum Programm www.epn-hessen.de und zur Talkrunde u.a. mit Imbuto e.V. am 14. November 18.00h im Haus am Dom, Frankfurt am Main

 

Ausstellung:  Rwanda Entgrenzungen im Haus am Dom, Frankfurt am Main

Dienstag, 11. März bis Donnerstag, 1. Mai 2014, begleitet wird die Ausstellung durch drei Veranstaltungen und eine Filmvorführung zu Rwanda und dem Völkermord, zur Rolle der Internationalen Völkergemeinschaft, zur Rolle der Kirchen sowie zur Aufarbeitung und Versöhnungsarbeit.

Dienstag, 11. März 2014 18.00 Uhr: Vernissage mit den Künstlerinnen

Pauline Disonn, Reliefbilder & Hildegard Schürings, Fotografien, Koraspiel von Aziz Kuyateh (Gambia, Senegal)

19.30 Uhr: 20 Jahre danach - Ist Versöhnen möglich?“ Der Genozid in Rwanda 1994 hat die gesamte Gesellschaft zerstört: Hundertausende Tote, mehrere Millionen Vertriebene, die Traumatisierung der Gesellschaft, Zerstörung der Infrastruktur und heute Opfer und Täter, die nebeneinander leben. Der rwandische Staat hat seit 1994 erhebliche wirtschaftliche und administrative Aufbauleistungen erreicht. Um die Verbrechen zu dokumentieren und die Täter zu richten, wurden landesweit GAGACA-Verfahren durchgeführt und Verfahren gegen etwa 1,9 Millionen Personen organisiert, davon wurden 86% für schuldig befunden. Der Genozid prägt bis heute das gesellschaftliche Leben, die Beziehungen zwischen den Menschen und die Zukunft. Wie kann man nach solchen menschlichen Verlusten und Verbrechen weiterleben?

Film: Unter Nachbarn – Vom Leben mit den Mördern, Regie: Steffen Düvel, 2008, 43 min., Gespräche mit Lydie Isabelle Twibanire-Benninghofen und Ananie Bizimana
Moderation: Hildegard Schürings,  Imbuto e.V.

Mittwoch, 9. April 2014, 19.00 Uhr

„Rwanda, Libyen und jetzt Syrien: wie Schutzverantwortung gestalten?“ Podiumsdiskussion mit Vertretern und Vertreterinnen aus Politik und Friedensforschung

Kooperation: Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurter Rundschau 

Montag, 14. April 2014, 19.00 Uhr

„Völkermord in Rwanda und Rolle der Kirchen“

Podiumsdiskussion mit Dr. Daniel Legutke, Dr. Hildegard Schürings, Pfarrer Jörg Zimmermann
Moderation und Kooperation: Gregor Hofmann, Genocide Alert e.V.

Ausstellungsort: Haus am Dom - Domplatz 3 // 60311 Frankfurt, Kontakt: hausamdom@bistum-limburg.de - Telefon: 069/800 87 18 400069/800 87 18 400  Öffnungszeiten: Montags bis freitags 9.00 bis 17.00 Uhr Donnerstags: bis 21.30 Uhr Samstags: 10.00 bis 17.00 Uhr     Der Eintritt ist frei.

Flyer Rwanda Entgrenzungen 2014

Freitag, 7. Februar 2014, 19.30h

Afrika Alive 2014: Lesung mit Esther Mujawayo-Keiner "Ein Leben mehr".

Die Autorin und Soziologin aus Rwanda überlebte den Völkermord 1994 und verarbeitete ihre Erfahrungen in mehreren Büchern. Heute arbeitet sie als Traumatherapeutin in Düsseldorf und ist Mitbegründerin der Organisation AVEGA, der Assoziation der Witwen des Genozids in Rwanda. Sie hat zahlreiche internationale Auszeichnungen für ihr Wirken erhalten.

Moderation: Hildegard Schürings, Imbuto e.V., Texte gelesen von Safiye Can

Stadtbücherei Frankfurt am Main, Hasengasse 4 60311 Frankfurt am Main, Eintritt: 5 €/3 €


Ausstellung:  Rwanda Entgrenzungen im Haus am Dom, Frankfurt am Main 

11. März bis 1. Mai 2014, Vernissage und drei Veranstaltungen

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