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Einblicke in den Thementag: Auf der Suche nach einer neuen Heimat: Warum aus Eritrea und Somalia flüchten? 5. Dezember 2015
80 Teilnehmende im Dorfgemeinschaftshaus Sichertshausen-Fronhausen, ca. 50% junge Menschen aus Eritrea, Äthiopien, Somalia, ca. 50% besonders Ehrenamtliche, aus dem Vogelsbergkreis, Friedberg, Frankfurt, Biedenkopf, Rauschenberg, Marburg, Lohra, Fronhausen, Sichertshausen, Bellnhausen, Weimar, Roth ...

Mir hat gut gefallen - Feedback der Teilnehmenden:

Sehr angenehme Atmosphäre, sehr bewegend und eindrücklich

Sehr gute Vorträge über historische, politische Gegebenheiten in Eritrea und Somalia und Fluchtgründe wie Fluchtwege, der spontane Bericht des jungen Mannes aus Eritrea hat sprachlos gemacht (Folter, Menschenhandel, Mittelmeer ...), die Berichte waren ergreifend 

Die Mischung aus Info, Essen und Miteinander, der Austausch in lockerer Atmosphäre

Die Interkulturalität, wirkliche Begegnungen, die Gäste setzten sich so, wie sie ankamen und nicht – wie sonst üblich - nach Gruppen

Die Vielsprachigkeit (Deutsch, Englisch, Tigrinya, Somali) - es war beeindruckend, dass alles in Tigrinya übersetzt wurde

Die „Flüchtlinge“ bekamen ein Gesicht, waren keine „Masse“ mehr, der Respekt vor ihnen;  die Höflichkeit der jungen Frauen und Männer, der Respekt und die Aufmerksamkeit gegenüber Anderen „Da könnte sich mancher Deutsche etwas abschauen, schade, dass nicht mehr aus der Gemeinde da waren, hätte das negative Bild der Flüchtlinge, das in den Medien vermittelt wird, verändert“.

Das Essen Injera war hervorragend, sehr lecker, die Frauen und Männer aus Eritrea haben sich sehr gefreut, dass sie damit einen Beitrag leisten konnten

Die Offenheit, spontane Beiträge aus dem Publikum zu hören

Hohe Zufriedenheit unter den Teilnehmenden

Intensives positives Feedback an die VeranstalterInnen

Der Glückspfennig war ein schönes Geschenk

Wunsch, weitere Veranstaltungen durchzuführen

Wir haben unser Ziel zu 100% erreicht, Fazit: Ein besseres Verständnis der Fluchtursachen, der Fluchtwege und der aktuellen Situation der meist jungen Frauen und Männer, die eine neue Heimat suchen, wirkt positiv auf Einstellungen und Verhalten der Bevölkerung und führt zu einem guten Zusammenleben.

DANKE an alle Teilnehmenden! Friedliche Festtage und einen guten Start in 2016   

Auf der Suche nach einer neuen Heimat … Warum aus Eritrea und Somalia flüchten?  

Wir wollen miteinander ins Gespräch kommen. Dazu haben wir sehr kompetente Gesprächspartner aus Eritrea und Somalia eingeladen. Frauen aus Eritrea und Somalia bereiten das leckere Nationalgericht Injera vor und kredenzen Kaffee. Es wird ein Tag der Vielfalt (Deutsch, Tigrinya, Somali …) und der Begegnungen sein.

Wir freuen uns auf Ihr/ Euer Kommen und wären dankbar, wenn Sie Flüchtlinge aus diesen Ländern unterstützen würden, den Weg ins DGH 35112 Sichertshausen-Fronhausen zu finden.

Samstag, 5. Dezember 2015 15–21h

15–18h Vorträge und Gespräche

Referenten

Eritrea: Dr. Aklilu Ghirmai, Frankfurt

Somalia: Mohameddeq Ali Abdi, Marburg

Moderation - Hildegard Schürings

18–21h Begegnungen, Spezialitäten aus Eritrea: Injera, afrikanischer Markt: Schmuck, Körbe …

Dorfgemeinschaftshaus  35112 Sichertshausen-Fronhausen Hauptstr. 8

Warum verlassen Menschen ihre Heimat Eritrea oder Somalia? Warum machen sie sich auf den gefährlichen Weg durch die Sahara, über das Mittelmeer oder den Landweg? Warum nehmen sie in Kauf, dass sie die Reise eventuell nicht überleben und bezahlen viel Geld für die oft tödliche Reise? Aus Eritrea und Somalia am Horn von Afrika machen sich besonders junge Menschen auf die Suche nach einer neuen Heimat. Was sind ihre Gründe, wie ist die Situation in ihrer Heimat? Welche Hoffnungen haben sie und ihre Familien?  Darüber diskutieren wir am 5. Dezember 2015 mit den Referenten:

Dr. Aklilu Ghirmai, freiberuflich als wissenschaftlicher Berater tätig, Sozial- und Flüchtlingsberater in der Eritreischen Katholischen Gemeinde Frankfurt am Main

Mohameddeq Ali Abdi, Betriebswirt, ist gebürtig aus Somalia und lebt seit November 2014 in Deutschland. 

Eritrea, einst eine osmanische, dann ägyptische, ab 1890 italienische Kolonie und ab 1941 unter britischer Verwaltung, wurde 1961 von Äthiopien annektiert. Eritrea hat einen dreißigjährigen Befreiungskampf geführt, der 1993 zur Unabhängigkeit von Äthiopien führte. Heute gilt Eritrea als ein offenes Gefängnis. Der Regierung werden schwerwiegende Verletzungen der Menschenrechte wie willkürliche Tötungen, Verhaftungen, verschwinden lassen, Folter und Ein­schränkungen der Meinungs-, Religions- und Versammlungsfreiheit vorge­worfen. Pro Monat fliehen seit vielen Jahren etwa 5.000 Personen aus Eritrea. Davon kamen 2015 insgesamt 8.800 besonders junge Männer nach Deutschland, die zu 100% als asylberechtigt anerkannt werden.

Somalia wurde 1960 von Italien unabhängig. Seit 1991 gilt es als zerfallener Staat, in dem sich verschiedene Clans und Milizen bekämpfen. Dazu kommen regelmäßig Hungersnöte. Im Norden bildeten sich autonome Staaten Somaliland und Pundtland. Im Süden gibt es seit 2012 eine neue Regierung, die noch sehr instabil ist. Eine Friedenstruppe der Afrikanischen Union soll die Sicherheit im Land garantieren. Es gibt zahlreiche militärische Auseinander­setzungen zwischen verschiedenen Gruppen. Zudem üben islamistische Milizen, die Al Shabaab, Terror in der Region aus und ermorden zahlreiche Personen. Sie rekrutieren besonders Jugendliche. 2013 haben sie ein Attentat auf das Westgate Einkaufszentrum in Nairobi, im Nachbarland Kenia, verübt, 2015 mehr als 150 Studierende der Universität Garissa in Kenia ermordet.

Heute sind eine Million Frauen, Männer und Kinder auf der Flucht und mehr als eine Million im Land Vertriebene. Allein im größten Flüchtlingslager der Welt in Kenia leben 350.000 Somali. 2014 beantragten 5.528 Somalier Asyl in Deutschland. 

Vorträge und Gespräche in Deutsch, Tigrinya (Eritrea) und in Somali.

Ort: Dorfgemeinschaftshaus 35112 Sichertshausen Hauptstr. 8, 15-21Uhr

 Weitere Informationen: Hildegard Schürings h.schuerings@imbuto.net

Spendenkonto Imbuto e.V.  Wir bedanken uns für Spenden!

BIC: GENODEF1EBG   IBAN: DE 33 5336 1724 0001 2028 12




Auf der Suche nach einer neuen Heimat
- Flucht und Migration

Samstag, 30. Mai 15-22h + Sonntag, 31. Mai 2015 10-12h hier der Flyer

Warum verlassen Menschen ihre Heimat? Warum machen sie sich auf den gefährlichen Weg durch die Sahara, über das Mittelmeer oder den Atlantik? Warum nehmen sie in Kauf, dass sie die Reise eventuell nicht überleben werden und bezahlen noch viel Geld für die oft tödliche Reise? Was sind ihre Gründe, wie geht es ihnen in ihrer Heimat? Wie ist die Situation auf dem afrikanischen Kontinent, der 20mal größer ist als Europa mit 54 Staaten und 1,1 Milliarden Menschen? Das wird Thema der zwei Projekttage sein mit Beispielen aus Nordafrika, Nigeria, Mali, Eritrea, Somalia, Senegal, Demokratische Republik Kongo.

Die eindrucksvollen und vielfach ausgezeichneten Filme „Die Piroge“ und „Bon voyage“ veranschaulichen die Motive, die Organisation der Reise und die Strapazen der Fluchtwege.

Samstag 15.00-18.30h: Vorträge, Diskussion und Film: „Bon voyage“ von Fabio Friedli, 6 min., ausgezeichnet mit dem Deutschen Menschenrechtsfilmpreis 2012, Fluchtursachen und Migration: Krieg, Verfolgung, Armut, Klimawandel und Landraub, Terrorismus

18.30-20h: Abendessen – mit feinen Speisen

20-22h: Film „Die Piroge“ - der Weg über den atlantischen Ozean, Moussa Touré mit Souleymane Seye Ndiaye, Malamine Drame. Senegal 2012, 87 min. Preise: Tanit d'Or, Filmfestival Karthago 2012 (Hauptpreis); Bester internationaler Film, Filmfest München; Prix Lumières 2013 - Paris: bester frankophoner Film 

Sonntag 10-12h: Entwicklungspolitisches Frühstück – Was können wir tun?


ReferentInnen – Moderation der zwei Tage: Sang-Min Park, Mohameddeq Ali Abdi, Christoph Mushayija Rath, Adem Salhi, Susanne Steuber, Hildegard Schürings, Lydie Isabelle Twibanire-Benninghofen. Alle haben langjährige Erfahrungen auf dem afrikanischen Kontinent.

und 2 Tage: Afrikanischer Markt mit wunderschönen Stoffen, Taschen, Sandalen, Schmuck …

Dorfgemeinschaftshaus 35112 Fronhausen-Bellnhausen Struthweg 1  Eintritt: Spende!
Spendenkonto Imbuto e.V. BIC: GENODEF1EBG  IBAN: DE 33 5336 1724 0001 2028 12 


Gefördert durch Engagement global (BMZ)  sowie aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst 


Am 27.03.2015 fand die dritte Veranstaltung in 2015 zum Thema „Flüchtlinge in Fronhausen“ statt. Die Herren Marian Zachow, Roland Doehler und Andreas Tauche des Landkreises stellten sich nach einer kurzen Einführung den vielen Fragen des kleinen, aber feinen Publikums. Anschließend wurde über Möglichkeiten der Unterstützung von Flüchtlingen diskutiert.

Inzwischen haben in einem großen Teil der Gemeinden in Deutschland viele Menschen Wohnraum für Flüchtlinge geschaffen und bieten vielfältige Aktivitäten an, siehe: http://wie-kann-ich-helfen.info. Wir würden uns freuen, wenn auch in Fronhausen eine neue Heimat für Ankommende geschaffen würde.
Anbieter wenden sich für kleinere Projekte an die Gemeinde, Frau Becker, Tel: 06426-938314, für größere Projekte an den Landkreis Herr Ziegler, Tel. 06421/405 1255, Email zieglerk@marburg-biedenkopf.de.

Hier zur Dokumentation des Abends und zum Modell 2.0 2015 des Landkreises Marburg-Biedenkopf.

Imbuto e.V. engagiert sich für Flüchtlinge, weil Menschen meist aus wichtigen Gründen ihre Heimat verlassen: Krieg, Völkermord, Terror, Verfolgung, oder aufgrund von mangelnden Lebensgrundlagen –  keine Arbeit, kein Einkommen, kein Ackerland, bedingt durch weltweite wirtschaftliche Krisen und Landkauf durch Firmen, durch den Klimawandel etc.

Wesentliche Ziele der Veranstaltungsreihe „Flüchtlinge in Fronhausen“ sind, zu einem guten Zusammenleben in der Region beizutragen, zu einer konstruktiven Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft (zukünftig auch mit der Wirtschaft), sachliche Informationen zu geben und Transparenz herzustellen, indem über Entscheidungsabläufe informiert sowie offene Fragen geklärt werden und um die Ressourcen und Potenziale zur Begleitung von Flüchtlingen in der Gemeinde zu ermitteln und das ehrenamtliche Engagement zu fördern.