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Willkommen Bienvenue   Welcome   Murakaza neza   Karibuni  السلام عليكم  Salem aleikum - der Friede sei mit Dir!

Das Büro für Integration des Landkreises Marburg-Biedenkopf und Imbuto e.V. laden herzlich ein zu Gesprächen zum Thema:

"Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? – Gesellschaftliche Teilhabe von zugewanderten Personen. Talente fördern und Zukunft gestalten

Montag, 25.09.2017, 19.00-20.30 Uhr, Kreisverwaltung Im Lichtenholz 60 35043 Marburg  Raum C 108

Die Situation von zugewanderten Personen aus Ländern des globalen Südens in Deutschland ist durch zahlreiche Faktoren gekennzeichnet. Alle bringen viel Gepäck und ihre Geschichte mit und haben sehr große Hoffnungen, hier eine neue Heimat zu finden. Das Ankommen von Menschen an fremden Orten, ihre Hoffnungen, Hindernisse, sozio-kulturelle Bedingungen und Erfahrungen, die sie mitbringen, werden thematisiert. Es wird aufgezeigt, wie „Integration“ und damit Partizipation gestaltet werden könnte, um zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und damit zu einem guten Leben beizutragen. Es gibt viele Angebote der Integration in die Gesellschaft in Deutschland, aber sehr oft fehlt etwas: „Es sind Flüchtlinge gekommen, und dann haben wir festgestellt, dass es Menschen sind.“

Imbuto e.V. hat zu diesem Thema eine Studie erstellt, die Sie hier finden: http://imbuto.net/.

Wir freuen uns auf Gespräche mit Ihnen und besonders auf Ihre/ Eure Erfahrungen.

Zugewanderte Personen sind herzlich willkommen!

Referentin: Hildegard Schürings, Imbuto e.V., arbeitet seit 40 Jahren in afrikanischen Ländern und hat zahlreiche besonders junge MigrantInnen, die ihre Heimat verlassen mussten, auf dem Weg des Erwachsenwerdens begleitet.

Moderation: Rainer Flohrschütz, Koordination Asyl und Integration, Büro für Integration, Landkreis Marburg-Biedenkopf

Datum: Montag, den 25.09.2017, 19.00-20.30 Uhr

Ort: Kreisverwaltung Im Lichtenholz 60 35043 Marburg  Raum C 108


Imbuto e.V. und die Fachschaft Friedens- und Konfliktforschung der Philipps-Universität Marburg laden ein zum Semina

„Auf der Suche nach einem besseren Leben: Demokratische Republik Kongo – Marokko – Rwanda“ 

Freitag, 12.05,18.30h - Sonntag 14.05.2017, 15.30h 35037 Marburg

Es war ein sehr intensives, für alle bereicherndes Seminar mit vielen Begegnungen, Lernerfahrungen und Strategien für die Zukunft. Wir bedanken uns bei den Teilnehmenden, den Referierenden, Moderatorinnen sowie den Gastgebern, Förderern und den vielen ehrenamtlich Aktiven, die alle zum guten Gelingen beigetragen haben, zur Dokumentation.

Vielen Menschen aus afrikanischen Ländern wird das Recht auf ein besseres Leben abgesprochen. Was sind die Gründe, dass Menschen ihre Heimat verlassen, wie organisieren sie sich auf der Flucht? Wohin fliehen sie? Was ist mit denen, die z.B. nicht den Weg über das Mittelmeer schaffen und in Marokko stranden? Wie leben sie dort, wie gestalten sie ihre Welt? Wie wirken sich die Diskussion über „sichere“ Herkunftsländer und die Politik der Europäischen Union auf die Länder des Maghreb aus? Und: Wie kann man nach massiven Gewalterfahrungen wie z.B. dem Krieg und Genozid 1994 in Rwanda zu Versöhnung kommen? Das diskutieren wir mit kompetenten Gesprächspartnern aus der Demokratischen Republik Kongo, Rwanda, Deutschland, Österreich sowie Äthiopien:

Emmanuel Mbolela und sein Übersetzer Dieter Alexander Behr mit dem beeindruckenden Buch: “Mein Weg vom Kongo (über Marokko) nach Europa”,. Ein „Buch des Widerstandes, des Aufstandes des Gewissens" - so urteilt der Schweizer Soziologe Jean Ziegler über das von E. Mbolela 2014 veröffentlichte Buch. 2002 flüchtete Mbolela als politisch Verfolgter aus der Demokratischen Republik Kongo. Quer durch die Sahara gelangte er nach Marokko, wo er einen Verein Geflüchteter aus afrikanischen Ländern mitbegründet. Vier Jahre später erhält er Asyl in den Niederlanden. Heute unterstützt der Verein viele Menschen, die in Marokko gestrandet sind, z. B. durch Rasthäuser für geflüchtete Frauen und ihre Kinder. 

Jean de Dieu Basabose „Ubupfura“, Rwanda 1990-2017: „Wege der Versöhnung", Direktor des Vereins: „Shalom Educating for Peace“ Rwanda. Er hat den Krieg und Genozid in Rwanda miterlebt und nach der Promotion in Südafrika 2007 den Verein gegründet. Seit 14 Jahren ist er mit mehreren Projekten für Versöhnung tätig. Wir werden diskutieren, was ein Prozess der Versöhnung zwischen Opfern und Tätern für beide Seiten bedeutet, wie dieser gefördert werden kann. Welche Prinzipien und welche Situationen es möglich machen, sich mit sich selbst und den Anderen zu versöhnen.

Adamu Mamo Kebede, Dichter aus Äthiopien/ Gernsheim mit Gedichten zum Thema „Heimat“. Adamu M. Kebede hat wegen politischer Verfolgung sein Heimatland Äthiopien verlassen und lebt seit 2014 in Deutschland. Bereits in Äthiopien hat er Gedichte verfasst und schreibt heute auf Deutsch. Eindrücklich versteht man, was es heißt, wenn man die Heimat verlassen muss, um zu überleben.


Beginn:
Freitag, 18.30 – 21.15h u.a. mit dem Film: Marokko „Boza“ – auf der Flucht, von Walid Fellah 2014, Tunesien, 52 min. Boza bedeutet Sieg auf Bambara, einer der Sprachen Malis. „Boza“ ist auch der Ruf der MigrantInnen, wenn sie es von Marokko aus in die spanischen Exklaven Ceuta oder Melilla geschafft haben. Der Film von W. Fellah zeigt die Realität der MigrantInnen und die brutalen Auswirkungen des von Europa erzwungenen und bezahlten Grenzregimes in Tunesien und Marokko. Nah dran an den Alltagserfahrungen und eigenen Reflexionen über die ihnen aufgezwungene Rechtlosigkeit begleitet die Kamera Geflüchtete in un(aus)haltbaren Situationen auf ihrem Weg nach Europa. In Europa angekommen endet die Rechtlosigkeit nicht. Walid Fellah beteiligte sich u.a. als Teil einer tunesischen Delegation am „Marsch für Freiheit“ von Flüchtlingen und MigrantInnen aus ganz Europa von Straßburg nach Brüssel.

Moderation und Inputs: Mathias Krams, Luise Lehmann, Hildegard Schürings, Susanne Steuber u.a.

Gefördert mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes, durch viele Ehrenamtliche und

 

im Auftrag des BMZ und durch das Zentrum für Konfliktforschung, Philipps-Universität Marburg

   

Vitos-Akademie Gießen: Forum Interkulturelle Kompetenz

Migration aus Afrika – Fluchtfolgen, Trauma, Therapie

Mittwoch, 07. Juni 2017, 09:00 - 17:30 Uhr mit den Beiträgen: 

Ehrenamtliche Begleitung von Flüchtlingen – Erfahrungen einer Dolmetscherin

Dr. Hildegard Schürings interviewt Lula Helms

Nach vorne schauen – Geflüchtete Kinder und Jugendliche stark machen Dr. Hildegard Schürings


Lea-Bildungsgesellschaft: lea-Veranstaltung zum Thema "politische Verfolgung, Flucht & Asyl" in Kooperation mit dem Arbeitskreis Internationales der GEW Hessen (AKI) sowie der internationalen Menschenrechtsorganisation Imbuto e.V.
 

„Geflüchtet aus afrikanischen Ländern - gestrandet in Marokko“

Montag, 15. Mai, 17–19 Uhr, Frankfurt Zimmerweg 20 - Eintritt frei

Emmanuel Mbolela: Mein Weg vom Kongo nach Europa, Zwischen Widerstand, Flucht und Exil. Ein „Buch des Widerstandes, des Aufstandes des Gewissens" - so urteilt der Schweizer Soziologe Jean Ziegler über das von E. Mbolela 2014 veröffentlichte Buch. 2002 flüchtete Mbolela als politisch Verfolgter aus der Demokratischen Republik Kongo. Quer durch die Sahara gelangte er nach Marokko, wo er einen Verein Geflüchteter aus afrikanischen Ländern mitbegründet. Vier Jahre später erhält er Asyl in den Niederlanden. Heute unterstützt der Verein viele Menschen, die in Marokko gestrandet sind, z. B. durch Rasthäuser für geflüchtete Frauen und ihre Kinder. 

In der Veranstaltung berichtet und diskutiert Emmanuel Mbolela über seine Erfahrungen. Es geht aber auch um die aktuelle Diskussion über „sichere Herkunftsländer“ sowie um den Druck, der seitens der EU auf Staaten in Nordafrika ausgeübt wird. Begleitet wird E. Mbolela von seinem Übersetzer Dieter Alexander Behr, Wien.

 
"Wie lebt man in Kamerun mit BOKO HARAM?"
Montag, 24. April 2017, 18-20 Uhr Colloquium Marburg, Hirschberg 1
In Zusammenarbeit mit den Fachschaften Friedens- und Konfliktforschung und Psychologie, Philipps-Universität Marburg

Seit 2014 gibt es im Norden Kameruns etwa 450 Überfälle und 50 Selbstmordattentate mit 1500 Toten, zahlreichen Verletzten und vielen Vertriebenen. Boko Haram „westliche Erziehung verboten!“ agitiert vom Norden Nigerias aus und entführt seit 8 Jahren besonders Mädchen und Frauen, die, wie UNICEF im April 2017 berichtet, vergewaltigt und als Sexsklavinnen verkauft werden. Inzwischen sind aufgrund der Aktivitäten von Boko Haram in der Region Nigeria, Kamerun, Niger und Tschad etwa 2,3 Millionen Personen vertrieben, davon ca. 1,3 Millionen Kinder.

Martine Danadam ist Beraterin des Frauenzentrums und Leiterin des "Centre de Formation de Jeunes Sainte Marthe (Jugendzentrum)" in Mokolo im Norden Kameruns, eine Region etwas größer als Hessen. Sie berichtet, wie die Menschen in der Region mit dieser täglichen Bedrohung leben, wie die Familien damit umgehen, was ihre Hoffnungen sind. Hilde Diels vom Solidaritätskomitee „Kansen voor jongeren in Mokolo" in Herentals (Belgien) begleitet die Referentin. Übersetzung deutsch/französisch: Hildegard Schürings, Imbuto e.V.



"Rwanda Entgrenzungen“,  5. - 29. Januar 2017 Vernissage: 4. Januar 2017
Galleria Bruno P. - Brüder Grimm Stube Marburg

Pauline Disonn (Reliefbilder) und Hildegard Schürings (Fotografien)

Flyer rwanda-entgrenzungen-marburg_04-29-jan-2017

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamtes der Stadt Marburg und Imbuto  e.V. 35112 Fronhausen

Rwanda - im Herzen Afrikas - erlangte am 1. Juli 1962 seine politische Unabhängigkeit von Belgien. Bis Anfang der 1990er Jahre war das Land nur wenigen bekannt. Dies änderte sich im April 1994, als Rwanda durch einen Völkermord weltweit in die Medien gelangte. Innerhalb von drei Monaten wurden etwa 800.000 Menschen getötet. Die meisten Menschen, besonders auch Rwander und Rwanderinnen, stehen dem Genozid fassungslos gegenüber. Alle Analysen haben nicht schlüssig klären können, wie es zu solchen Mordorgien kommen konnte. Der Genozid prägt bis heute das gesellschaftliche Leben, die Beziehungen zwischen den Menschen und die Zukunft.

Die Ausstellung setzt sich mit der Thematik: Leben, Tod, Trauer, Hoffnung, Aufarbeitung und Zukunft auseinander. Sie bettet dies in einen historischen und aktuellen Kontext in der Region der Großen Seen in Zentralafrika ein.

Das gemeinsame Projekt von Pauline Disonn und Hildegard Schürings ist Teil ihrer persönlichen Aufarbeitung der Verbrechen, will Zeugnis ablegen, damit wir – die Welt nicht vergisst. Nach der Shoah in Europa sagte die Völkergemeinschaft 1948 „Nie wieder!“ Es geschieht immer wieder.

Die Ausstellung ist den vielen unschuldigen Frauen, Kindern und Männern gewidmet, die auf grausame Art und Weise ermordet wurden, die gestorben sind und denjenigen, die unter den menschlichen Verlusten leiden.

Pauline Disonn, 1972 -1980 Studium der freien Malerei an der Kunstakademie Karlsruhe und der Hochschule der Künste Berlin. Ab 1980 zahlreiche Ausstellungen und interkulturelle Workshops im In- und Ausland, 1980 -1984 Studienaufenthalt in Rwanda. Sie schuf die Reliefbilder in den Jahren nach dem Genozid aus selbst geschöpftem Papier. Hildegard Schürings, Erziehungswissenschaftlerin, arbeitet seit 1978 in und zu Rwanda, zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen, u.a. zu Krieg und Genozid in Rwanda (1990-1994). Die Fotografien sind im Zeitraum 1978-2011 in Rwanda und Nachbarländern entstanden.

www.ruanda-entgrenzungen.net

http://www.ruanda-entgrenzungen.net/ausstellung-termine/

 



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