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Menschenrechte/ Frieden/ Konfliktlösungen und Konfliktprävention   

Die Zahl der Gruppen und Organisationen, die sich für die Förderung von Menschenrechte wie auch für Friedenssicherung und Konfliktlösung einsetzen, hat sehr zugenommen. Dies ist dadurch bedingt, dass die konfliktiven und oft sehr gewaltsamen Auseinandersetzungen weltweit ebenfalls zugenommen haben. Die Gruppen, die sich für die Achtung der Menschenrechte engagieren, bewerten die Gegebenheiten in den Ländern längst nicht immer in gleicher Weise. Teilweise gibt es auch Auseinandersetzungen zwischen ihnen. Einige Organisationen unterliegen politischen Tendenzen und haben unterschiedliche Einschätzungen der Situationen. Grössere Institutionen, die regelmässig Analysen zur Region der Großen Seen vorlegen, sind:

Afronet, englisch

mit Sitz in Lusaka, Zambia, weist auf afrikanische Menschenrechtsorganisationen hin, allerdings keine, die in der Region aktiv sind. Die Seite ist im Aufbau. Zur Zeit hat sie links zu Verträgen und Konventionen bezüglich der Achtung der Menschenrechte in Afrika und weist auf internationale Menschenrechtsorganisationen hin.

Menschrechtsorganisationen in Afrika, siehe
http://www.oneworld.net

Amnesty international, englisch

wurde 1961 mit Sitz in London gegründet. Inzwischen gibt es weltweit nationale und regionale Gruppen, die die Situation der Menschenrechte in allen Ländern der Welt beobachten. Amnesty bringt regelmäßig Berichte zur Situation in der Region der Grossen Seen heraus.
http://www.amnesty.org.
Die deutsche Sektion ist zu erreichen unter
http://www.amnesty.de.
Dort ist unter anderem eine Datenbank mit Informationen von ai zur Situation in den Herkunftsländern von Asylbewerbern und Bewerberinnen in Deutschland zu finden.

ASADHO - Association Africaine de Défense des Droits de l'Homme, französisch,

eine Menschenrechtsorganisation in der Demokratischen Republik Kongo, gegründet am 10. Januar 1991, mit einem Büro in Genf. Die NGO ist im gesamten Land tätig und arbeitet in drei Kommissionen (Juristen, Ärzte, Journalisten). Eine besondere Aufmerksamkeit widmet sie der Situation von Frauen und Kindern.
Zur Zeit ohne Webseite     

Das Carter Center, englisch

mit Sitz in Atlanta (Georgia), wurde vom ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter gegründet. 1994-1996 hat Carter sich bemüht, im Konflikt in Rwanda und anschließend im damaligen Zaire (heute: Demokratische Republik Kongo) zu vermitteln. In den Jahren 2000/2001 unterstützt das Zentrum u.a. die Konfliktlösung zwischen Sudan und Uganda.
http://www.cartercenter.org

Derechos Human Rights, englisch, spanisch

Die erste vorrangig mit dem Internet operierende Menschenrechtsorganisation. Die Seite ist originell gestaltet, u. a. können Sie das Derechos-Café besuchen. Derechos, spanisch, heißt Rechte.

http://www.derechos.org/human-rights/afr/index.html              

Fédération Internationale des Ligues des Droits de l'Homme - FIDH, englisch, französisch

Die internationale Liga für Menschenrechte mit Sitz in Paris wurde 1922 gegründet. Sie ist die älteste Organisation zur Verteidigung der Menschenrechte und hat einen wesentlich Beitrag zur Erarbeitung der Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen von 1948 geleistet. Die Liga legt regelmäßig Analysen zu allen Konfliktregionen, besonders auch zu Burundi, Kongo und Rwanda vor (siehe auch Human Rights Watch).

http://www.fidh.org

Fondation Hirondelle - Agence d'information, de documentation et de formation

deutsch, englisch, französisch, kinyarwanda

eine Stiftung von Schweizer Journalisten, ausgezeichnete, differenzierte und regelmässige Informationen über die Region der Grossen Seen, eine Seite mit Berichten (englisch, französisch) zu den Prozessen des Internationalen Tribunals zu Rwanda in Arusha, Tanzania. Viele Hintergrundinformationen zu den Angeklagten wie auch zu Rolle und Verhalten der Verteidiger und Staatsanwälte. Hirondelle nutzt die Medien für die Förderung von Frieden und Versöhnungsprozessen, z.B. mit Radio Agatashya in der Region (1994-1997), Monrovia Star Radio für Liberia, sehr objektive Berichterstattung, sehr zu empfehlen.

http://www.hirondelle.org              

Global IDP-Project, englisch IDP

- Internal Displaced Persons - im Land vertriebene Personen oder Binnenflüchtlinge genannt - wurde vom Norwegian Refugee Council gegründet mit Sitz in Genf. Nach Ländern geordnet gibt es Informationen zu den historischen Hintergründen, zur politischen Situation, zu internationalen Initiativen der Konfliktlösung, Statistiken, Karten und weitere links, sehr schön und übersichtlich gestaltet.
http://www.idpproject.org
 

Human Rights Watch,

englisch, französisch, spanisch, arabisch, portugiesisch, russisch, wurde 1978 gegründet, Sitz in New York,

erstattet regelmäßig Bericht zur Situation von Menschenrechten in allen Regionen der Welt, besonders auch zu Burundi, zur Demokratischen Republik Kongo und zu Rwanda.
http://www.hrw.org
1999 haben Human Rights Watch und die Fédération Internationale des Ligues des Droits de l'Homme, Paris, einen umfangreichen Bericht zum Ablauf des Völkermords besonders im Süden von Rwanda veröffentlicht: Aucun témoin ne doit survivre, Paris, Karthala 1999, 928 Seiten,
Englische Fassung: Leave none to tell the story, 2002 ist das Werk in deutsch erschienen, siehe unter Rezensionen.

International Alert, englisch

die NGO wurde 1985 mit Sitz in Grossbritannien gegründet.
Ziel ist die Untersuchung der Ursachen von Konflikten, um dadurch zur friedfertigen Überwindung von gewaltsamen Auseinandersetzungen beizutragen.
Der Dialog zwischen Konfliktparteien soll unterstützt, lokale Kapazitäten, Graswurzel-Organisationen und lokale friedenstiftende Maßnahmen werden gefördert. Zur Zeit führt die NGO ein Programm zur stärkeren Einbeziehung von Frauen in friedenstiftende Maßnahmen durch.
http://www.international-alert.org             

International Centre for Human Rights and Democratic Development, englisch, französisch, spanisch

Das Zentrum wurde 1988 durch das kanadische Parlament gegründet und 1990 in Montreal eingeweiht. Als unabhängige Institution hat es ein internationales Mandat, die Demokratie und die Achtung der Menschenrechte zu fördern, Berichte zur Situation im Kongo, Herausgabe eines Leitfadens zum Internationalen Tribunal für Rwanda in englisch, französisch und in kinyarwanda (der nationalen Sprache in Rwanda). http://www.ichrdd.ca/             

ICG: International Crisis Group, englisch, französisch

1995 gegründet mit Sitz in Brüssel, Washington und Nairobi, eine multinationale Nicht-Regierungsorganisation, ist schwerpunktmässig in der Region aktiv. Das Institut arbeitet zusammen mit UN-Organisationen, Regierungen und Nicht-Regierungsorganisationen, zahlreiche links zu anderen Organisationen, Menschenrechten, Konflikten und Prävention in Afrika, regelmässige Berichte zur Region:
http://www.crisisweb.org


International Peace Academy (IPA), englisch, französisch

gegründet 1970 mit Sitz in New York. Ziel der Akademie ist, zur Konfliktprävention und Konfliktlösung sowie zur Friedenssicherung in verschiedenen Regionen der Welt beizutragen. Sie arbeitet mit UN-Organisationen, der Organisation Afrikanischer Einheit (OAU), Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen sowie den Konfliktparteien zusammen. Ein Netzwerk von Aktiven (Hochschullehrern, Politikern, Vertretern der Zivilgesellschaft) wurde gegründet. http://www.ipacademy.org

Das Internationale Tribunal für Rwanda

Tribunal Pénal International pour le Rwanda (TPIR), International Criminal Tribunal for Rwanda (ICTR),
englisch, französisch, kinyarwanda
Die Funktionsweisen des Internationalen Tribunals für Rwanda in Arusha, Tanzania, eingerichtet auf Beschluß des Weltsicherheitsrats im November 1994, werden aufgezeigt. Informationen zu den Inhaftierten, zu aktuellen Entwicklungen, zahlreiche Informationen zum UN-System. Wer mehr über den Prozessverlauf sowie die Hintergründe wissen möchte, siehe,
www.hirondelle.org ICTR  Arusha, TANZANIA  http://www.ictr.org             

Afrikanische Union

Die Organisation Afrikanischer Einheit (OAU) wurde aufgelöst und die Afrikanische Union gegründet.
2000 hat die OAU unter der Leitung des ehemaligen Präsidenten von Botswana, Sire Quett Ketumile Joni Masire, eine Gruppe international anerkannter Personen benannt, die während eines Jahres den Ablauf des Völkermords 1994 in Rwanda und die Rolle der sogenannten Internationalen Gemeinschaft untersucht hat. Der Bericht wurde im Juli 2000 vorgelegt: International Panel of Eminent Personalities to Investigate the 1994 Genocide in Rwanda and the Surrounding Events (IPEP): Special Report, 7 Juli 2000.

http://www.africa-union.org/home/Bienvenue.htm

Weitere Zugänge zu Menschenrechtsorganisationen und Berichten über die Region sind bei der Columbia-Universität zu finden, siehe:
http://www.columbia.edu/cu/lweb/indiv/africa/cuvl/RWrights.html            

University of Minnesota Library, arabisch, englisch, französisch, russisch, spanisch

Die Bibliothek der Universität Minnesota beinhaltet zahlreiche links zu Datenbanken, Organisationen für Flüchtlinge, z.B. Jesuit Refugee Service, Internationales Rotes Kreuz, zu internationalen und nationalen Gesetzestexten zu Menschenrechten und Asyl, Forschungszentren.
http://www1.umn.edu/humanrts/africa/            

 

Das Hohe Kommissariat für Flüchtlinge der Vereinten Nationen, Genf

deutsch, englisch, französisch, spanisch, japanisch, koreanisch
Am 14. Dezember 1950 wurde das Statut des Hohen Flüchtlingskommissariats durch die Vereinten Nationen angenommen.
Zum fünfzigjährigen Bestehen äusserte sich die damalige Hochkommissarin Ogata folgendermaßen: "unser langes Bestehen ist kein Grund zum Feiern... also feiern wir zu unserem Jahrestag nicht UNHCR sondern die Flüchtlinge - für ihren Mut, ihren Willen und ihre Fähigkeit, es trotz aller Hindernisse geschafft zu haben...".
Aufgrund der zahlreichen Konfliktregionen, besonders auch in Afrika, sind die Aufgaben des UNHCR in den letzten Jahren sehr viel umfangreicher geworden und bergen aufgrund der Aufgabenstellung in sich selbst Konflikte (z.B. Probleme der Neutralität gegenüber den Konfliktparteien, Verlängerung des Konflikts durch humanitäre Hilfe). Die Webseite enthält zahlreiche Verweise auf weitere links, Zugang nach Ländern und Regionen.
http://www.unhcr.ch
Die Seite in Deutschland:
http://www.unhcr.de     

Das Hohe Kommissariat für Menschenrechte der Vereinten Nationen, englisch, französisch, spanisch

Für die Region werden regelmäßig Sonderbeauftragte der Kommission benannt, die die Konfliktsituationen und die Verletzungen der Menschenrechte untersuchen. Deren Ergebnisse und Empfehlungen sollen in Diskussionen und Entscheidungen des Weltsicherheitsrates einfließen.
http://www.ohchr.org              

Das Ökumenische Netz Zentralafrika (ÖNZ) ist ein Zusammenschluss kirchlicher Organisationen, die mit Kirchen und zivilgesellschaftlichen Organisationen in der Region der großen Seen (DR Kongo, Ruanda, Burundi) verbunden sind. Die Mitglieder arbeiten  für Frieden, Menschenrechte und Entwicklung zusammen. Das ÖNZ setzt sich mit seinem Berliner Büro auch politisch für die Region und gegen die anhaltende Marginalisierung der Länder in der Region der großen Seen in Afrika ein. Im Koordinations-Kreis sind die folgenden Organisationen vertreten: Brot für die Welt, Diakonisches Werk Deutschland (Abt. Menschenrechte), Misereor, Pax Christi, Vereinte Evangelische Mission.

Ziel der Arbeit des ÖNZ mit seinem Berliner Büro ist die politische Lobby-Arbeit für die Menschen in der Region der Großen Seen in Afrika. Dies geschieht auf nationaler Ebene, aber auch gemeinsam mit unseren europäischen Partnern im EURAC - European Network for Central Africa - im Europaparlament und in anderen europäischen Ländern. Das ÖNZ setzt sich für Menschenrechte und Friedensentwicklung als Richtlinien bei der umfassenden, partnerschaftlichen und kontinuierlichen Bewertung der EZ ein, um damit die Voraussetzung für ein friedlicheres und gerechteres Leben in der Region zu erreichen.

http://www.oenz.de


Weitere links zu Institutionen und Gruppen finden Sie in englischer Sprache unter der kurz und gut kommentierten Seite der

Stanford University Librairies - Academic Information Resources,

Zugang nach Ländern oder Themen:
http://www-sul.stanford.edu/depts/ssrg/africa/guide3.html




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