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Die Imbuto-Bibliothek umfasst ca. 600 Veröffentlichungen zu Afrika, zur Region der Großen Seen in Zentralafrika, und besonders zu Ruanda - Rwanda sowie zur Demokratischen Republik Kongo (bis 1997: Zaïre) und Burundi.

 

Forschungsarbeiten und Fachliteratur

Diese Bücher und Dokumentationen können nach Vereinbarung in der Präsenzbibliothek von Imbuto e.V. in www.bellnhausen.de gelesen werden. Der Bestand wird regelmäßig erweitert.

Bitte einen Termin vereinbaren: imbuto@imbuto.net. Danke.   Das Imbuto-Team

 

Veröffentlichungen in Deutsch sind in Rot markiert, in Französisch in Blau und in Englisch in Grün, in Kinyarwanda in violett.

 

Aithal, Vathsala; Schirilla, Nausikaa; Schürings, Hildegard; Weber, Susanne: Wissen – Macht – Transformation. Interkulturelle und internationale Perspektiven. Festschrift für Patrick V. Dias. IKO-Verlag für interkulturelle Kommunikation, Frankfurt 1999, 356 S.

 

Amin, Samir : La faillite du développement en Afrique et dans le tiers-monde. Une analyse politique. L’Harmattan, Paris 1989, 383p.

 

Asche, Helmut: Rwanda - Die Produktion eines ethnischen Dramas. Institut für Afrika-Kunde, Focus Afrika, IAK-Diskussionsbeiträge, 1995, 50 S.

Eine komprimierte Analyse der wirtschaftlichen und politischen Situation vor dem Völkermord, eine Beschreibung der systematisch geplanten Massaker, der Rolle der UNO sowie Frankreichs, eine Bewertung der aktuellen politischen Situation sowie Überlegungen zu Perspektiven für die rwandische Gesellschaft.

 

Balg, Maria: „Genau wie wir, nur ganz anders“. Leben und Überleben von Frauen in einem afrikanischen Dorf. Soziale Lernprozesse im gesellschaftlichen Umbruch (Oldenburger Forschungsbeiträge zur interkulturellen Pädagogik). Verlag für Interkulturelle Kommunikation, Frankfurt am Main 1990, 267 S.

 

Barahinyura, Shyirambere J.: Aus dem „Busch“ zu den „Zivilisierten“. Editions IZUBA, Frankfurt/Main1989, 302 S.

 

Ben Jelloun, Tahar: Die Tiefste der Einsamkeit. Rororo, Reinbek bei Hamburg 1989, 185 S..

 

Bindseil, Reinhart: Ruanda und Deutschland seit den Tagen Richard Kandts. Begegnungen und gemeinsame Wegstrecken (Historischer Abriss der deutsch-ruandischen Beziehungen mit einer biographischen Würdigung des einstigen deutschen kaiserlichen Residenten). Kigali 1987, 23 S. + Anhang.

 

Bindseil, Reinhart: Ruanda und Deutschland seit den Tagen Richard Kandts. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1988, 256 S.

 

Bindseil, Reinhart: Ruanda im Lebensbild des Offiziers, Afrikaforschers und kaiserlichen Gouverneurs Gustav Adolf Graf von Götzen (1866-1910). Dietrich Reimer Verlag, Berlin1992, 261 S.

 

Boogaerts, Marcel; Bruch, Martin; Seiler, Alois: Bibliographien zu Erziehung, Politik und Geschichte im Kongo-Kinshasa. Band 7 des Forschungsprojekts „Erziehung und Politik in Afrika“. 169 S.

 

Brauman, Rony: Hilfe als Spektakel, Das Beispiel Ruanda. Rotbuch Verlag, Hamburg 1995, 115. Übersetzung von: "Devant le mal. Rwanda - un génocide en direct" Editions Arléa, Paris 1994.

Dieses Buch des ehemaligen Präsidenten von "Médecins Sans Frontières, Frankreich" (1982 bis 1994) ist eine Ansammlung von Ideen und allgemeinen Überlegungen zur Zwiespältigkeit der humanitären Hilfe, zur Rolle der internationalen Gemeinschaft und besonders auch von Frankreich. Es "ist ein Aufschrei gegen unsere Praxis der humanitären Hilfe, die nur dazu dient, den Medien ein Spektakel und den Politikern ein Alibi zu liefern. Die Zurschaustellung des Unglücks ist die neue Tarnung des Bösen geworden" (Klappentext). Die wenigen konkreten Informationen, die über die tatsächliche Situation in Rwanda gegeben werden, sind häufig selektiv.

 

Burckhardt, Gisela: Frauen im städtischen informellen Sektor in Rwanda. Hamburger Beiträge zur Afrika-Kunde 47. Institut für Afrika-Kunde, Hamburg 1995, 225 S.

 

Calließ, Jörg (Ed.): Zehn Jahre danach: Völkermord in Ruanda, Loccumer Protokolle 11/2004, Rehberg-Loccum 2005, 234 S.

 

Czekanowski, Jan: Forschungen im Nil-Kongo-Zwischengebiet. Klinkhardt & Biermann Verlag, Leipzig 1917, 641 S. (Kopie)

 

Des Forges, Alison; Human Rights Watch/ Fédération Internationale des Ligues des Droits de l’Homme: Kein Zeuge darf überleben – Genozid in Ruanda. Hamburger Edition, Oktober 2002, 946 S.

Das 1999 gleichzeitig in Englisch und in Französisch erschienene Werk liegt nun in Deutsch vor. Es handelt sich um eine umfassende Dokumentation des Völkermords und der Massaker gegen die Menschlichkeit von April bis Juli 1994 in Rwanda. Die Untersuchung unter der Leitung von Alison Des Forges basiert auf Hunderten Zeugenaussagen von Opfern, Mördern und anderen Personen sowie auf schriftlichen Dokumenten. Die sehr kompetente Autorin, die Rwanda lange vor 1994 kannte, stellt der Dokumentation eine kritische Darstellung rwandischer Geschichtsschreibung voraus und beschreibt die politisch-militärische Situation zu Anfang der 1990ziger Jahre.

Auf ca. 500 Seiten wird nachgezeichnet, wie der Völkermord und die Massaker besonders in den Präfekturen Gikongoro und Butare im Süden Rwandas organisiert wurden. Das Verhalten verschiedener Akteure – von Präfekten, Bürgermeistern, Beamten, Militärs, Dorfpolizei und Zivilpersonen - wird beschrieben. Dabei zeigt sich, dass die Motivation zu töten, sehr verschieden war: z.B. Hass gegen Batutsi und regimekritische Bahutu oder Angst vor Batutsi, die auf historischen Gegebenheiten und Phantasien basierte oder Angst, selbst ermordet zu werden und auch Gier nach Besitz. Es waren Jugendmilizen, Militär und Zivilpersonen, die die "Arbeit" erledigten, das heißt, ihre Mitbürger (Säuglinge, Kinder, Alte und Junge) brutal ermordeten. Viele Personen versuchten, Verwandte und Nachbarn zu retten, was sie häufig mit dem eigenen Leben bezahlten.
Die internationale Gemeinschaft evakuierte ihre Staatsbürger, zog fast alle Blauhelm-Soldaten ab und wartete das Ende der Mordorgien ab. Dies war eine Ermutigung für die Täter, mit dem Morden fortzufahren. Und das private „Radio der Tausend Hügel - RTLM“ stachelte sie dazu mit Hetzpropaganda auf. Der militärische Sieg der Rwandischen Patriotischen Front (RPF) im Juli 1994 beendete den Völkermord. Der Bericht beschreibt auch die teilweise systematischen Massaker der RPF, die heute die Regierung stellt. Nach bisher bekannten Fakten wurden durch sie von April bis September 1994 mehrere Zehntausend Personen ermordet. Die Vereinten Nationen versuchten, diesbezügliche Berichte zu unterschlagen bzw. als nichtexistent zu deklarieren.
Das Buch ist ein Baustein zur Wahrheitsfindung. Bis heute liegt noch vieles im Unklaren, z.B. was die Verantwortung von Individuen oder die Verantwortlichen des Flugzeugabsturzes des rwandischen und des burundischen Präsidenten am 6. April 1994 angeht. Die Autorin räumt ein, dass trotz sorgfältiger Arbeit im Bericht auch Fehler enthalten sein können. Insgesamt ist der Bericht gut übersetzt, manchmal werden allerdings koloniale Begriffe wie "Häuptlingstum" benutzt oder sehr frei oder missverständlich übersetzt. Die meisten Namen sind richtig geschrieben. Der deutschen Fassung wurden aktuelle Fußnoten hinzugefügt, die aber die Inhalte nicht wirklich aktualisieren. Seit der ersten Veröffentlichung des Buches haben sich einige Situationen sehr verändert, so dass mehr Informationen gegeben werden müssten, z.B. zum Internationalen Tribunal für Rwanda (Arusha, Tanzania), zum inzwischen eingeführten modernisierten Rechtsverfahren (agacaca) in Rwanda oder zum Prozess in Belgien der wegen Beteiligung am Völkermord verurteilten zwei rwandischen Nonnen und zwei Männer. Die Literaturliste wurde eher zufällig ergänzt.
Trotz der Mängel ist die Initiative des Hamburger Instituts für Sozialforschung, diese Dokumentation zu veröffentlichen, sehr positiv. Ich wünsche dem Werk viele, viele LeserInnen und nicht nur die, die etwas mit Rwanda und seinen BewohnerInnen zu tun haben, Menschen, die unendliches Leid erfahren haben. Und tragen wir zu einem "Nie wieder" bei, das wieder so leicht in Vergessenheit gerät!

 

Dias, Patrick V.: Erziehung, Identitätsbildung und Reproduktion im Zaire. Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung – Studien zu Gesellschaft und Bildung, Band 5. Beltz Verlag, Weinheim und Basel 1979, 350 S.

 

Dias, Patrick V.; Hanf, Peter; Mann, Wolfgang; Wolff, Jürgen H.: Erziehung und Entwicklung in Ruanda. Probleme – Aporien – Perspektiven. Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung und Arnold-Bergstrasser-Institut, Frankfurt am Main – Freiburg 1973, 293 S. + Anhang.

 

„Eins – Entwicklungspolitik, Bundeszentrale für Politische Bildung: „Wiederaufbau in Ruanda - dreizehn Jahre nach dem Genozid“, Dossier „eins – Entwicklungspolitik, Information Nord-Süd“, 5-2007, Frankfurt, (H. Schürings, Mitherausgeberin, Autorin, Übersetzerin), 24 S, (Bezug: Imbuto@imbuto.net 4 € incl. Versand)

 

Frobenius, Leo: Das schwarze Dekameron. Geschichten aus Afrika. Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf/Köln 1969, 376 S.

 

Gronemeyer, Reimer (Hg) : Der faule Neger – Vom weißen Kreuzzug gegen den schwarzen Müßiggang. Rororo, Reinbek bei Hamburg 1991, 281 S.

 

ISOKO (Hrsg.): Amakuru Ki? Über leben in Rwanda – Vivre au Rwanda. Verlag für Interkulturelle Kommunikation, Frankfurt/Main 1987, 447 S, deutsch/ français.

 

Johnson, Dominic: Kongo – Kriege, Korruption und die Kunst des Überlebens. Brandes & Apsel, Frankfurt a. M. 2008, 212 S.

 

Kandt, Richard: Caput Nili. Eine empfindsame Reise zu den Quellen des Nils. Verlag Dietrich Reimer, Berlin 1921, 513 S.

 

Hänssler, Friedrich (Hrsg.): Der Unsichtbare. Rwanda – Eine Erzählung. Tod und Hoffnung im Land der tausend Hügel. Hänssler-Verlag, Neuhausen-Stuttgart 1995, 240 S.

 

Hatzfeld, Jean: Zeit der Macheten – Gespräche mit den Tätern des Völkermords in Ruanda, Haland&Wirth, Gießen 2004, 313 S.

 

Henschel, P. Johannes: Alles begann in Bagamoyo. 100 Jahre Kirche in Ostafrika. missio aktuell Verlag, Aachen 1983, 208 S.

 

Hochschild, Adam: Schatten über dem Kongo – Die Geschichte eines fast vergessenen Menschheitsverbrechens. März 2002, 533 S.

Seit mehr als einem Jahrhundert wird der Kongo ausgeblutet. Seinen anscheinend unerschöpflichen Reichtum eigneten sich der belgische König Leopold II., die Kolonialmacht Belgien, dann der Diktator Mobutu Sese Seko an. Heute sind es multinationale Konzerne, die das Land, größer als Mitteleuropa, und die kongolesische Bevölkerung ausplündern. Die Menschen im Kongo werden zur Ader gelassen, ausgeblutet, ermordet, zur Flucht gezwungen. Adam Hochschild, Hochschullehrer an der Berkeley-Universität in Kalifornien, schildert eine grausame Kolonialgeschichte in Afrika, in Deutsch in einem renommierten Verlag (rororo) veröffentlicht. Wie oft begegnet man in Europa Menschen, die nichts von der Kolonialzeit hören wollen. Diese Zeit sei lange vorbei, man müsse vergessen und könne nicht ewig daran erinnern, sie hätten auf jeden Fall nichts damit zu tun. Es sind die Eltern und Großeltern der heute jungen Menschen auf dem gesamten afrikanischen Kontinent, die bis in die 1960er Jahre, teilweise bis in die 1980er Jahre (Zimbabwe, Namibia) als Menschen zweiter Klasse eingeordnet wurden und denen man nicht zutraute, sich selbst zu regieren, ja, sie galten nicht mal als zivilisiert und wurden zu Objekten vieler Habgierden.

Adam Hochschild hat viele Geschichtsbücher aufgeschlagen, in manchen Archiven systematisch gestöbert und ein besonders dunkles Kapitel von Kolonialgeschichte in einem umfassenden Werk von mehr als fünfhundert Seiten nachgezeichnet. Die Geschichte des belgischen Königs Leopold II., der sich Ende des 19. Jahrhunderts den Kongo als Privatbesitz aneignete und gnadenlos für seine Vorlieben, Mätressen, Parks und Schlösser in Belgien und Frankreich ausbeutete. In Europa war Kautschuk nachgefragt und allerbeste Preise wurden dafür bezahlt. Europa entwickelte sich und brauchte Kautschuk für Fahrräder, Autos und sonstiges. Und Kautschuk wie auch Elfenbein waren reichlich im Kongo zu finden. Um die Afrikaner gefügig zu machen, wurden sie gezwungen, ihren neuen, mit Gewehren bewaffneten Herren, alle erforderlichen Dienste zu leisten. Widerstand und nicht ausreichende Arbeitsleistung wurden grausam bestraft, die Dörfer niedergebrannt, die Männer mit der Nilpferdpeitsche ruiniert oder mit der Gewehrkugel hingerichtet, Frauen und Kinder verhungerten, weil der Inhalt des Lebens das Kautschuksammeln wurde und die Nahrungsmittelproduktion vernachlässigt werden mußte. Es wird geschätzt, dass im Kongo während ca. zwanzig Jahren unter königlicher Hoheit die Hälfte der Bevölkerung, das heißt etwa zehn Millionen Menschen ermordet wurden oder infolge der brutalen Behandlung starben, an Schwäche krepierten oder verhungerten.

Amerikanische baptistische Missionare wie William Sheppard, der britische Konsul Roger Casement und der ehemalige Angestellte einer Schifffahrtsgesellschaft, die die Raubgüter nach Antwerpen transportierte, Edmund Dene Morel, trugen in mühsamer Kleinarbeit dazu bei, diese Verbrechen aufzudecken. Um über die Machenschaften aufzuklären und den König zu entlarven, gründeten sie in den England und in den USA eine Bewegung, die von breiten Bevölkerungskreisen getragen wurde. Leopold II. gelang es lange Zeit, mit perfiden Mitteln und Bestechung in höchsten Regierungskreisen, die angeblich philanthropischen Ziele und humanitären Leistungen seiner ach so selbstaufopfernden und zivilisatorischen Arbeit darzustellen. Er beherrschte das Metier, Medien und Menschen zu beeinflussen und ihm gefügig zu machen. Dank der von Morel ins Leben gerufenen ersten internationalen Menschenrechtsbewegung wurde Leopold II. dafür bekannt, dass er als Beweis für jede im Kongo verbrauchte Gewehrkugeln den Opfern die Hände abschlagen ließ.

Der belgische Staat hatte wenig Einblick in die Machenschaften seines Herrschers und die Ansammlung von Reichtümern. Vor dem Weltkrieg kaufte er ihm das Imperium zu hohen Preisen ab. Die folgende staatliche koloniale Herrschaft war kaum besser, nur etwas subtiler, wurde jedoch von ähnlichem rassistischen und imperialem Gedankengut getragen. Die Schlösser und großen Bauten in Belgien sind mit dem Reichtum des Kongo errichtet worden.

Die Mechanismen, die Leopold II. nutzte, gibt es auch heute noch. Inzwischen haben die Ausbeuter eine weiße oder schwarze Hautfarbe. Nach der Kolonialzeit war es Mobutu, der mit amerikanischer und belgischer Unterstützung an die Macht gelangte – den ersten demokratisch gewählten Premierminister Patrice Lumumba ließen sie ermorden. Mehr als dreißig Jahre saugte der Diktator das Land für seine persönliche Bereicherung aus.

 

Heute sind es Coltan, Gold, Diamanten, Kupfer und Uran aus dem Kongo, die von Konzernen und ihren lokalen Mittelsmännern geraubt werden und zur Entwicklung des Nordens, so z.B. zur Herstellung von Handys und Computern,  beitragen. Weil es diese Schätze gibt, sind schätzungsweise drei Millionen Menschen sind seit Anfang der 1990er Jahre im Kongo ermordet worden, verhungert oder in den Wäldern elendig krepiert. Kann man dann nicht die Bitterkeit verstehen, dass die Welt für die Opfer des 11. September in den USA fünf Minuten stehen bleibt und für die Millionen Menschen schwarzer Hautfarbe nicht einmal eine Sekunde?

Diejenigen, die die Verbrechen aufklären wollen, werden mit allen Mitteln daran gehindert und der Zugang zu Archiven verweigert. So mußte z.B. Jules Marchal, ehemals belgischer Botschafter, der fast am Ende seiner Karriere zufällig von der Leopoldschen Gewaltherrschaft erfuhr, gegen zahlreiche Widerstände aus dem eigenen Ministerium kämpfen, bevor er 1996 endlich umfangreiche Untersuchungen über den Zeitraum 1876 bis 1910 veröffentlichen konnte.

Ein Verdienst des Werkes von Hochschild ist, die Persönlichkeiten und Rollen der Personen ausführlich zu analysieren, die sich Anfang des letzten Jahrhunderts für grundlegende Menschenrechte einsetzten und sich nicht korrumpieren ließen. Sein Werk ist eindrucksvoll und macht durch viele Originalzitate die Gräuel erschreckend sichtbar.

Müssen wir wieder fast ein Jahrhundert warten, damit die heutigen Verbrechen gegen die Menschheit als das benannt werden, was sie sind? Kriege gegen Menschen, deren einziges Vergehen ist, dort geboren zu sein, wo einige Mächtige dieser Welt ihren Reichtum gefunden haben. Lesen Sie das Buch von Adam Hochschild und warten Sie nicht auf das nächste Jahrhundert, um die kriminellen Machenschaften aufzuklären. Die Archive in Belgien, Frankreich, in den USA und die Menschen im Kongo können beredtes Zeugnis ablegen. H. Schürings 2002

 

Hoering, Uwe: Zum Beispiel Hutu & Tutsi. Der Völkermord hätte verhindert werden können, befand ein UN-Gericht. Lamuv-Verlag, Göttingen 1997, 96 S.

 

Hoffmann, Walter K.H.: Vom Kolonialexperten zum Experten der Entwicklungszusammenarbeit. Acht Fallstudien zur Geschichte der Ausbildung von Fachkräften für Übersee in Deutschland und in der Schweiz. Sozialwissenschaftliche Studien zu internationalen Problemen, Heft 50.Verlag breitenbach, Saarbrücken/Fort Lauderdale 1980, 337 S.

 

Kayoya, Michel: Auf den Spuren meines Vaters. Jugenddienst-Verlag, Wuppertal 1973,134 S.

 

Ki-Zerbo, Joseph: Die Geschichte Schwarz-Afrikas. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/Main 1981, 774 Seiten.

 

Klos, Stefani: Der Beitrag von Mission und Kirche zur ländlichen Entwicklung in Rwanda. Zur Problematik kirchlicher Entwicklungsarbeit mit einer Dokumentation ausgewählter landwirtschaftlicher Ausbildungszentren; in: Prof. Dr. Dr. Dr. Büttner, Manfred (Hrsg.): Abhandlungen zur Geschichte der Geowissenschaften und Religionen/Umwelt-Forschung, Band 1. Lit Verlag, Münster 1996.

 

Löber, Ulrich; Rickal, Elisabeth: Ruanda. Begleitpublikation zur gleichnamigen Wanderausstellung des Landesmuseums Koblenz. Pfälzische Verlagsanstalt, Koblenz 1991, 341 Seiten.

 

Mabe, E.: Das Afrika-Lexikon. Ein Kontinent in 1000 Stichwörtern. Peter Hammer Verlag (Wuppertal), Verlag J.B. Metzler (Weimar) 2001, 719 Seiten.

 

Markmiller, Anton: „Die Erziehung des Negers zur Arbeit.“ Wie die koloniale Pädagogik afrikanische Gesellschaften in die Abhängigkeit führte. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1995, 257 Seiten.

 

Marx, Jörg: Völkermord in Rwanda. Zur Genealogie einer unheilvollen Kulturwirkung. Eine diskurshistorische Untersuchung. Lit Verlag, Hamburg 1997, 196 Seiten.

 

Mazimpaka, Thomas: Ein Tutsi in Deutschland. Das Schicksal eines Flüchtlings. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 1998, 288 Seiten.

 

Mbonerane, Albert : Burundi – Die ermordete Demokratie. Wie man mit Folter, Mord und Massakern eine Demokratie zerstört. Projekt der Missionszentrale der Franziskaner und Aktion Courage e.V. – SOS Rassismus, Bonn 1998, 70 S.

 

Möhlig, Wilhelm J.G./ Heine, Bernd: Swahili Grundkurs. Rüdiger Köppe Verlag, Köln 1999, 4. Auflage

 

Mujawayo, Esther/ Souâd Belhaddad: Ein Leben mehr. Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2005, 337 S.

 

Mujawayo, Esther/ Souâd Belhaddad: Auf der Suche nach Stéphanie - Ruanda zwischen Versöhnung und Verweigerung. Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2007, 270 S.

In ihrem ersten Buch „Ein Leben mehr“ schildert Esther Mujawayo ihre Jugend als Tutsi in Ruanda, die sozialen Ausgrenzungen, wie sie 1994 mit ihren Kindern dem Genozid entkam und sie damit wenige Überlebende einer einst großen Familie wurden.

In „Auf der Suche nach Stéphanie“ erzählt die Autorin der Franko-Algerierin Souâd Belhaddad im ersten Teil des Buches die Suche nach den sterblichen Überresten ihrer Schwester und deren drei Kinder, die 1994 ermordet wurden. Um ihren Frieden wieder zu finden, möchte sie die Schwester würdig bestatten, das ist der Autorin das Allerwichtigste, nicht die Bestrafung der Täter, nicht Wiedergutmachung, nein, der Schwester ihre Würde zurückgeben und selbst Ruhe finden. Auf dieser Suche trifft sie die Mörder und will von ihnen wissen und gleichzeitig nicht wissen, wie sie die Verwandten ermordet haben, wohin ihre Leichname geworfen wurden. Das Schlimmste ist, sich vorzustellen, sie seien wie so viele in einer Sickergrube. Sie stellt sich dem Unvorstellbaren, sich mit der Auflage, immer Ruhe zu bewahren, freundlich den Tätern zu begegnen, sie will wissen, nicht anklagen, nur wissen.

Sie trifft andere Überlebende, sie tauschen sich aus, viele teilen ähnliche Erfahrungen, Verletzungen, Schmerzen, die nicht aufhören. Der Grad zwischen Wahnsinn und Wirklichkeit ist schmal. Besonders die Unverfrorenheit vieler Täter, die nichts zugeben wollen und alles auf andere oder die Gruppe schieben, ist beleidigend. Viele Überlebende schöpfen neuen Lebenswillen daraus, nach vorne zu schauen, zu sehen, was geblieben ist und nicht, was verloren wurde.

Es scheint keine Wahl zu geben, die Täter und die Überlebenden müssen in Ruanda zusammenleben. Kann es aber zu Vergebung und Versöhnung kommen, wie die nationale Politik es will? Da gibt es viele Zweifel, vielleicht zu Versöhnung aber ohne Vergebung? Aber die meisten Täter bitten ja nicht mal um Vergebung. Sehr eindrucksvoll und mit aller Offenheit spricht die Autorin über ihre Gefühlswelt, ihren Zorn, ihre Zweifel, das Gefühl der Entmenschlichung, des Grundgrauens, über die vielen quälenden Fragen, die unbeantwortet bleiben. Sie beschreibt die Qual der Überlebenden an der Gacaca-Gerichtsbarkeit teilzunehmen und mit den mit oft unglaublicher Kälte vorgetragenen Berichten der Mörder zuzuhören. „Bemühen soll sich immer das Opfer“ schreibt die Interviewerin, ja das ist so. Das fordert die Überlebenden heraus, sich für Frieden zu engagieren, sie gehen selbst in Gefängnisse, sprechen dort mit Tätern, um diese für Frieden zu sensibilisieren.

Im zweiten Teil des Buches werden die Erfahrungen von sechs Überlebenden geschildert, wie sie sich z.B. als Laienrichterinnen bei den Gacaca-Verfahren organisieren, wie sie als Waisenkinder leben, wie sie versuchen, Tätern die Hand zu reichen, die allzu oft ins Leere greift. Zum Schluss gibt es ein Interview mit der Überlebenden der Shoah Simone Veil und Ester Mujawayo.

Das Buch widmet die Autorin ihrer Schwester Stéphanie als Ruhestätte, „alle Leserinnen und Leser werden bei deiner und deiner Kinder Beerdigung dabei sein. Und mit diesen Menschen werden wir gemeinsam Sorghum-Bier oder Limonade trinken, geröstete Erdnüsse essen, uns an deine spöttische Art erinnern, an dein strahlendes Lächeln.“

Dem Buch wünsche ich viele Leser, die für den Toten Würde und den Überlebenden das Recht auf ein neues sinnvolles Leben wiedergeben. H. Schürings, 31.05.07

 

Mukamunyurwa-Schwarzbeck, Marthe; Schürings, Hildegard: Verhalten in Rwanda. Arbeitsmaterialien für den landeskundlichen Unterricht: Reihe „Verhaltenspapiere“, Heft 40. Herausgeberin: Zentralstelle für Auslandskunde, Deutsche Stiftung für internationale Entwicklung, Bad Honnef 1992, 63 S.

 

N’Diaye, Tidiane : Der verschleierte Völkermord. Die Geschichte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2010, 253 p.

 

Nestvogel, Renate/ Tetzlaff (Hg): Afrika und der Deutsche Kolonialismus – Zivilisierung zwischen Schnapshandel und Bibelstunde. Dietrich Reimer Verlag, Berlin, Hamburg 1987, 218 S.

 

Neumann, Hildegard: Kennen Sie Ruanda? Das vergessene Paradies im Herzen von Afrika. Selbstverlag: Dr. Hildegard Neumann, München 1978, 360 S.

 

Norris, Edward Graham: Die Umerziehung des Afrikaners – Togo 1895-1938. Trickster Verlag, München 1993, 266 S.

 

Ökumenisches Netz Zentralafrika, Forum Menschenrechte: Von der Gewalt zur Friedensökonomie – Deutsche Unternehmen in der Demokratischen Republik Kongo, Autor: Dominic Johnson, 2007, 120 S., www.oenz.de

 

Pieck, Peter: Lassen sich afrikanische Tradition und europäische Moderne versöhnen? Alltagskultur in der Romanliteratur des frankophonen Schwarzafrika. Wisslit-Verlag, Konstanz 1990, 421 S.

 

Riesz János : Koloniale Mythen – Afrikanische Antworten. Europäisch-afrikanische Literaturbeziehungen I, IKO-Verlag für Interkulturelle Kommunikation, Frankfurt 1993, 376 S.

 

Rutayisire, Antoine: Und trotzdem reiche ich dir die Hand. Ruanda zwischen Völkermord und Versöhnung. Brendo Verlag, Moers 2001, 159 S.

 

Rzondetzko, Ludwig: Der Lehrgang vom wilden zum zivilisierten „modernen Mann“. Ein Programm von der spanischen Konquista bis zum Transfer der Pädagogik in Länder der „Dritten Welt“. IKO-Verlag für interkulturelle Kommunikation, Frankfurt am Main 1989, 314 S.

 

Schell-Faucon, Stephanie: Erinnerungs- und Versöhnungsarbeit in ethnopolitischen Spannungsgebieten: das Beispiel Südafrika – Implikationen für die Bildungsarbeit. IKO-Verlag für interkulturelle Kommunikation. Frankfurt 2004, 522 S.

 

Schürings, Hildegard: Rwandische Zivilisation und christlich-koloniale Herrschaft. IKO-Verlag für interkulturelle Kommunikation, Frankfurt 1992, 460 S.

Das Buch analysiert umfassend die gesellschaftliche Entwicklung bis zum Jahre 1990, besonders auch die Beziehungen zwischen den „ethnischen“ Gruppen während der Kolonialzeit, die Revolution von 1959 und die strukturellen Veränderungen während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die die Grundlagen für die sozialen, wirtschaftlichen, politischen und auch weltanschaulichen Strukturen für das nachkoloniale Rwanda geschaffen haben. Bezug: Imbuto@imbuto.net 35 € incl. Versand

 

Schürings, Hildegard (Ed): Ein Volk verlässt sein Land. Krieg und Völkermord in Rwanda. Köln, 1994, 1995, 253 S.

Das Buch enthält Beiträge von rwandischen und deutschen AutorInnen mit Augenzeugenberichten des Völkermords, Hintergrundberichten zu den zahlreichen Faktoren, die zum Desaster des Jahres 1994 geführt haben. Die Geschichte der FPR, das Verhalten und Versagen internationaler Organisationen und die deutsch-rwandische Entwicklungszusammenarbeit werden analysiert. Historische Untersuchungen ergänzen die Analyse. Es wird versucht, den Ursachen für die kaum fassbaren Gräuel und den Völkermord in Rwanda nachzugehen. (Bezug: Imbuto@imbuto.net 26 € incl. Versand)

 

Schürings, Hildegard & Sebastian Günther, Andrea Pabst (Ed): Imbuto & Centre for Conflict-Studies Philipps-Universität Marburg, International Symposium: No future without the past - Perspectives of democratisation and promotion of peace in the Great Lakes Region, Central Africa, 14.-17. August 2008, Marburg – Germany – Allemagne,

Symposium International: Pas d’avenir sans le passé - Perspectives de démocratisation et de promotion de la paix dans la Région des Grands Lacs, Afrique centrale, www.imbuto.net, www. tectum-verlag.de, Marburg 2009, 228 p, in Englisch/ Französisch 

Rezension: Unter diesem anspruchsvollen Titel fand im August 2008 in Marburg auf Einladung des Centre for Conflict Studies der Philipps-Universität Marburg und des Vereins Imbuto für Jugendaustausch und -bildung ein zweisprachiges Symposium statt, dessen Bericht jetzt in Buchform vorliegt. Mit einem holistischen und interdisziplinären Ansatz haben 30 WissenschaftlerInnen und VertreterInnen der Zivilgesellschaft die unterschiedlichen Bereiche des Themas beleuchtet: Geschichte, Gerichtsbarkeit, Kultur und Religion, Rolle von Kirchen und anderen Institutionen der Zivilgesellschaft, Ressourcen und Kriegswirtschaft, sowie die Rolle der internationalen Akteure.

Ähnlich wie bei anderen Veranstaltungen zur Lage in den drei behandelten Ländern – DR Kongo, Ruanda, Burundi – lag der Schwerpunkt auf dem Genozid in Ruanda, seine Gründe und seine Folgen, der die nicht minder schwerwiegenden gewalttätigen Auseinandersetzungen in den Nachbarländern immer wieder zu überschatten droht. Trotzdem gelang es, die lokalen Ereignisse in den regionalen Kontext einzubetten und die in allen drei Ländern ausgeprägten Merkmale der Entwicklung aufzuzeigen: zunehmende Ethnisierung der Identitäten und Konflikte, aber auch die Ansätze zu ihrer Überwindung; die Rolle von Mythen, die der Gewalt und dem Gemetzel einen tieferen Sinn verleihen sollen und zu Ideologien hochstilisiert werden; die Schwierigkeiten der Erinnerungsarbeit – die oft in einen „clash of memories“ münden - und die Anerkennung der jeweiligen Anteile am Geschehen. Wiederholt wurde darauf hingewiesen, dass das Vergangene nicht ungeschehen gemacht werden, aber seine Bedeutung nicht endgültig festgeschrieben werden kann, sondern als „reconstructive recovery of the past“ gesehen werden muss.

Neben wissenschaftlichen Beiträgen wie dem weit ausholenden Einführungsvortrag von René Lemarchand stehen sehr persönliche Berichte von direkt Betroffenen, zum Beispiel Esther Mujawayo, Gründerin der ruandischen Opferorganisation AVEGA (Association des Veuves du Génocide d'Avril/Agahozo), sowie Darstellungen von Initiativen zur Überwindung der Antagonismen und zur Versöhnung, die sich vor allem an die Jugend wenden. Tatsächlich erscheint bemerkenswert, dass unter den ca. 100 TeilnehmerInnen an der Tagung ein erstaunlich hoher Anteil an Jugendlichen auch aus den betroffenen Ländern und hier vor allem aus Ruanda steht, ein Verdienst des Vereins Imbuto, der sich die Einbeziehung und Responsabilisierung der jungen Generation zur Aufgabe gemacht und mit den Jugendlichen im Vorfeld einen eigenen Workshop durchgeführt hat. Auch die StudentInnen der Philipps-Universität haben sich aktiv und engagiert bei Vorbereitung, Durchführung und Berichterstattung eingebracht.

Wie bei einem Tagungsbericht nicht anders zu erwarten, sind die Beiträge unterschiedlicher Qualität, und manche Themen unterbelichtet. Das trifft vor allem auf die Wirtschaft der Länder in einer globalisierten Welt zu, die nicht nur durch die Plünderung der Bodenschätze und dem massiven Einstieg Chinas in die Region geprägt ist. Bedauerlich ist auch, dass es – sicher aus finanziellen und Zeitzwängen – nicht möglich war, eine durchgehende Zweisprachigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus lässt die kompakte und trotz mehrseitiger Inhaltsangabe nicht sehr übersichtliche Präsentation keinen schnellen Überblick zu. Positiv ist zu bewerten, dass die Ausführungen oft durch Karten, Grafiken und Fotos an Anschaulichkeit gewinnen und zahlreiche bibliografische Hinweise eine weitergehende Beschäftigung mit den behandelten Themen ermöglichen. Insgesamt ist die Lektüre allen zu empfehlen, die sich auf die eine oder andere Art mit der Region und speziell mit ihren zukünftigen Entwicklungen vor dem Hintergrund einer gewaltgeprägten Vergangenheit und Gegenwart beschäftigen. Bleibt zu wünschen, dass der Band auch den Weg zu interessierten LeserInnen in den drei behandelten Ländern findet.

Eva-Maria Bruchhaus

 

 

Stanley, Henry M.: Im dunkelsten Afrika. Aufsuchung, Rettung und Rückzug. Erster Band. F. A. Brockhaus, Leipzig 1890, 519 S.

 

Stockhammer, Robert: Über einen anderen Genozid schreiben. edition suhrkamp, Frankfurt 2005, 188 S.

 

Strizek, Helmut: Ruanda und Burundi - Von der Unabhängigkeit zum Staatszerfall - Studie über eine gescheiterte Demokratie im afrikanischen Zwischenseengebiet. Afrika Studien 124,  Weltforum Verlag, München/Köln/London 1996, 471 S.

 

Strizek, Helmut: Kongo/Zaire – Ruanda – Burundi. Stabilität durch erneute Militärherrschaft? – Studie zur „neuen Ordnung“ in Zentralafrika. Weltforum Verlag, München/Köln/London 1998, 245 S.

 

Südwestfunk Landesstudio Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Partner Rwanda. Begleitbuch zur Fernsehprogrammwoche des Südwestfunks Mainz (30.10. bis 05.11.1988). Universitätsdruckerei und Verlag, Mainz 1988, 224 Seiten.

 

 

Documentation en Français

Africultures (Ed): Rwanda 2000 : mémoires d’avenir, n° 30, septembre 2000. L’Harmattan, Paris/Montréal 2000, 127p.

 

Assemblée Nationale/Mission d’information commune (Rapporteurs: Paul Quilès : Président ; Pierre Brana et Bernard Cazeneuve): Enquête sur la tragédie rwandaise (1990-1994), Rapport Tomes I, II, III, Paris 1998, 393 p.

 

Association des scouts du Rwanda (A.S.R.) : Plan d’actions pour l’année 1995. Elaboré par l’équipe nationale de l’A.S.R., Nairobi 1994, 29p.

 

Association pour le développement de Nyabimata : Recensement sur la situation socio-économique dans les communes Kivu et Nshili. Butare 1990, 23 p.

 

Association rwandaise pour la défense des droits de la personne et des libertés publiques - ADL : Rapport sur les droits de l’homme au Rwanda, Septembre 1991 – Septembre 1992. ADL pour la Tolérance. Kigali, Décembre 1992, 353 p.

 

Association rwandaise pour la défense des droits de la personne et des libertés publiques : Rapport sur les droits de l’homme au Rwanda, Septembre 1991 – Septembre 1992. Kigali 1992, 353p.

 

 

Bagiramenshi J. ; Bazihizina, C. : Le Cas Gitarama. Démarche et pratique d’une séquence de travail au Rwanda. (Erscheinungsort unklar) 1985, 119p.

 

Bakundakwita, Charles ; Nyemera, Théoneste : Le cas des réfugies rwandais au Zaïre et en Tanzanie. Contribution pour une assistance humanitaire plus efficace. Relation entre les déplacements des populations causes par l’environnement et les conséquences sur l’environnement des migrations massives. Ouagadougou 1996, 25p.

 

Bakunakwita, Charles : Les réfugiés rwandais au Zaïre. Inades-formation Zaïre, 1995, 31p.

 

Bakunakwita, Charles : Rwanda. Points de vue sur la réinstallation et la réintégration des réfugies, la réconciliation et la reconstruction nationales. Ouagadougou ( ?) 1997, 36p.

 

Balibutsa, Maniragaba : Les perspectives de la pensée philosophique bantu-rwandaise après Alexis Kagame. Editions Université Nationale du Rwanda, Butare 1985, 522p.

 

Balibutsa, Maniragaba : Une archéologie de la violence en Afrique des Grand Lacs. Éditions du CICIBA, Libreville 1999, 418p.

 

Balibutsa, Maniragaba : Le potentiel ontologique des langues Bantu face à l’ontologie classique. Monographies philologiques et philosophiques africaines 1. Édtions du CICIBA, Libreville 2000, 193p.

 

Barabwiliza, Runyinya : Innovations agraires et gestion des espaces ruraux au Rwanda. Dissertation pour l’obtention du grade de Docteur en Sciences de l’Environnement. Fondation Universitaire Luxembourgeoise. Luxembourg 1985, 338p.

 

Barahinyura, Shyirambere J. : 1973-1988 Le Général-Major Habyarimana. Quinze ans de tyrannie et de tartuferie au Rwanda. Éditions IZUBA, Frankfurt/Main 1988, 336p.

 

Barahinyura, Shyirambere J. : Rwanda. Trente deux ans après la révolution sociale de 1959. Éditions IZUBA, Frankfurt am Main 1992, 167p.

 

Barayagwiza, Jean-Bosco : Rwanda. Le sang Hutu est-il rouge ? Vérités cachées sur le massacres (Collection « Drame rwandais »). Kigali ( ?) 1995, 355p.

 

Bideri, Diogène: Le massacre des Bagogwe – un prélude au génocide des Tutsi Rwanda (1990-1993), préface Servilien Sebasoni, L’Harmattan, Paris 2008 150 p.

 

Bigirumwami, Aloys : Présentation et commentaire des quatre volumes. Ca, 1975

 

Bigirumwami, ALoys : Imigani « Tima-Ngiro » y’u Rwanda. Les contes moraux du Rwanda. Éditions de l’Université Nationale du Rwanda, Butar 1987, 267p.

 

Bigirumwami, Aloys ; Muzungu, Bernardin : Imigani « Tima-Ngiro » y’u Rwanda. Les contes moraux du Rwanda. Éditions de l’Université Nationale du Rwanda, Butare 1989, 231p.

 

Bimenyimana, Joseph : La Rwandisation de l’enseignement secondaire. Contribution à l’étude et à l’approfondissement des valeurs culturelles de marque à travers une vision rwandaise du monde pour l’éducation dans le Secondaire. Rome 1985, 189p.

 

Bizimana, Loti : Danse et polyphonie sacrées des batwa du Rwanda (Travail ethnomusicologique). Kigali 1991, 14p.

 

Braeckman, Colette: Rwanda - Histoire d'un génocide. Fayard, Paris 1994, 343p.

Die Journalistin analysiert die Hintergründe des Völkermords, die Rolle Belgiens und Frankreichs. Sehr gut geschrieben, doch fehlt manchmal die notwendige Sorgfalt bezüglich der Tatsachen. Die Regierung Habyarimana und die Rolle seiner Schwiegerfamilie während der letzten vier Jahre werden kritisch beleuchtet, die Massaker an der Zivilbevölkerung, die Rolle des Radios der Tausend Hügel, des Militärs und der Milizen, die Beziehungen zum großen Bruder Mobutu, Zaïre, usw. Die Rolle der FPR wird kaum angesprochen, teilweise sind die Kommentare tendenziös. Die Unterstützung der rwandischen Regierung unter Habyarimana durch Frankreich, die Hilfe für das rwandische Militär und damit die Unterstützung eines Völkermords werden untersucht.

 

Brauman, Rony: Devant le mal. Rwanda : Un génocide en direct. Arléa, Paris 1994, 91p.

 

Bushayija, Stanislas: Le Mariage Coutumier au Rwanda. Pontificia Universitas Gregoriana, Namur 1966, 207p.

 

Byanafashe, Déogratias (direct.) : Les Défis de l’Historiographie rwandaise. T1 : Les Faits controverses. Editions de l’Université Nationale du Rwanda. Documentation d’un séminaire international - décembre 1998, Rwanda 2004, 362 p.

 

Calame, Pierre : Les héritiers du pays des collines. Un rêve pour la paix au Rwanda. Sépia, Paris 1997, 36p.

 

Centre d’étude d’Afrique noire : Politiques internationales dans la région des Grands Lacs. Politique Africaine 68. Karthala (sans date), 175p.

 

Centre d’Etude de la Région des Grands Lacs d’Afrique, Anvers, Belgique, sous la direction de F. Reyntjens et S. Marysse: L’Afrique des Grands Lacs. Annuaire 1996/1997. L’Harmattan, Paris/Montréal 1998, 342p.

 

Centre d’Etude de la Région des Grands Lacs d’Afrique : L’Afrique des Grands Lacs. Annuaire 1997/1998. L’Harmattan, Paris/Montréal 1998, 408p.

 

Centre d’étude de la région des Grands Lacs d’Afrique : L’Afrique des Grands Lacs. Annuaire 1998/1999. L’Harmattan, Paris/ Montréal 1998, 435p.

 

Centre d’étude de la région des Grands Lacs d’Afrique, sous la direction de S. Marysse et F. Reyntjens : L’Afrique des Grands Lacs. Annuaire 2002-2003, L’Harmattan, Paris 2003, 358 p.

 

Centre d’étude de la région des Grands Lacs d’Afrique : L’Afrique des Grands Lacs. Dix ans de transitions conflictuelles, Annuaire 2005-2006, L’Harmattan, Paris 2006, 481 p., www.gralacs.org

 

 

Centre d’informations et d’études au Rwanda (CIER): Rwanda – Pour qu'on ne les oublie pas. Deuxième anniversaire du génocide rwandais. Les Éditions du CIER, Bruxelles 1996, 95p.

Einige Hundert 1994 ermordete Personen, teilweise mit ihren Mördern werden benannt, um den Toten ihre Würde zurückzugeben.

 

Césaire, Aimé : Discours sur le colonialisme. Sixième édition. Présence Africaine, Paris 1955, 59p.

 

Chrétien, Jean-Pierre; Prunier, G.: Les ethnies ont une histoire. Karthala et ACCT, Paris 1989, 435p.

 

Chrétien, Jean-Pierre (avec Reporters sans frontières): Rwanda : Les médias du génocide. Editions Karthala, Paris 1996.

 

Chrétien, Jean-Pierre : Le Défi de L’Ethnisme. Rwanda et Burundi : 1990-1996. Karthala, Paris 1997, 400p.

 

Colin, Armand: Le récit populaire au Rwanda. Association Classiques Africains, Bruges (Belgique) 1975, 431p.

 

Comité scientifique international pour la rédaction d’une Histoire générale de l’Afrique IV). Présence Africaine/ Edicef/ Unesco. Édition Abrégée, Paris 1991, 416p.

 

Comité scientifique international pour la rédaction d’une Histoire générale de l’Afrique (Unesco). Présence Africaine/Edicef/Unesco : Histoire générale de l’Afrique. VII. L’Afrique sous domination coloniale 1880-1935. Édition Abrégée, Paris 1989, 544p.

 

Crepeau, Pierre : Paroles et sagesse. Valeurs sociales dans les proverbes du Rwanda. Institut National de recherche scientifique Butare – Publication N° 29. Tervuren, Belgique 1985, 261p.

 

 

De Backer, Rika; Desouter, Serge; Nzabahimana, François: Rwanda. Clés pour le Retour à la Paix. ACT, Bruxelles 1995, 108p.,

En néerlandais : Rwanda – Bouwstenen vor de toekomst. ACT, Bruxelles 1995, 118 p.

 

Degni-Segui, René, Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen, Commission des Droits de l’Homme - Kommission für Menschenrechte, Rwanda: Rapport sur la situation des droits de l’homme au Rwanda.

Der Bericht wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 2. 11.1995 angenommen. Er bezieht sich auf den Völkermord, die Verbrechen gegen die Menschheit von April bis Juni 1994  und auf die Menschenrechtsverletzungen nach Machtübername durch die FPR im Juli 1994 bis Juni 1995.

 

Deguine, Hervé : Enquête sur la mort d’André Sibomana. Reporters sans frontières. Paris 1998, 140p.

 

Marysse, S.; De Herdt, T.; Ndayambaje, E : Rwanda – Appauvrissement et ajustement structurel. Institut Africain/ Afrika Instituut – CEDAF/ASDOC. L’Harmattan, Paris 1995, 86p.

 

D’Hertefelt, Marcel; De Lame, Danielle: Société culture et histoire du Rwanda. Encyclopédie bibliographique 1863-1980/87. Tome I, A-L. Musée royal de l’Afrique centrale, Tervuren 1987, 944p.

 

D’Hertefelt, Marcel; De Lame, Danielle: Société culture et histoire du Rwanda. Encyclopédie bibliographique 1863-1980/87. Tome II, M-Z. Musée royal de l’Afrique centrale, Tervuren 1987, 1849 p.

 

De Heusch, Luc : Rois nés d’un cœur de vache. Mythes et rites Bantous. Éditions Gallimard, Paris 1982, 536p.

 

De Lacger, Louis : Ruanda. Kabgayi 1959, 729 p.

 

Des Forges, Alison : Human Rights Watch/ Fédération Internationale des Ligues des Droits de l’Homme: Aucun témoin ne doit survivre - Le génocide au Rwanda. Paris, Karthala 1999, 928 p;

 

en anglais: Leave none to tell the story. www.hrw.org/reports/1999/rwanda

 

Desjeux, Dominique : Strategies paysannes en Afrique noire. Le Congo (Brazzaville). Essai sur la gestion de l’incertitude. L’Harmattan, Paris 1987, 247 p.

 

Destexhe, Alain: Rwanda - Essai sur le génocide. Editions Complexe, Brüssel 1994, 119p.

Etwa ein Drittel des Buches, das im August 1994 geschrieben wurde, beschäftigt sich mit der Frage, wie ein Völkermord von anderen Massenmorden abzugrenzen ist. Der Autor kritisiert insbesondere die Banalisierung eines Völkermords durch die Inflation der Verwendung dieses Begriffs. Nach einem historischen Überblick über die Entwicklung der Beziehungen zwischen den Bevölkerungsgruppen während der Kolonialzeit untersucht der Autor den Völkermord in Rwanda aus der internen Logik der Täter, ohne  allerdings den regionalen Zusammenhang, die Rolle der FPR und im Hinblick auf die Zukunft des Landes die anderen politischen Bewegungen zu berücksichtigen. Er stellt die Neutralität der humanitären Hilfsorganisationen in Frage, die auch die Täter unterstützen und keinen Unterschied zwischen Opfer und Tätern machen. Er schließt mit der Forderung nach Verurteilung der Täter.

 

Dialogue, Le Coopérateur TRAFIPRO: Débat : Développement Endogène. Pour ou contre ? Kigali 1981,190 p.

 

Dias, Patrick V.; Hanf, Theodor; Heimer, Franz-Wilhelm ; Rideout Jr., William M.: Les étudiants universitaires conglais. Une enquête sur leurs attitudes socio-politiques, Band 2 des Forschungsprojekts « Erziehung und Politik in Afrika ». Materialien des Arnold-Bergstraesser-Instituts für kulturwissenschaftliche Forschung, Band 33. Bertelsmann Universitätsverlag, Freiburg 1971, 268p.

 

Dias, Patrick V.; Hanf, Theodor; Mann, Wolfgang; Wolff, Jürgen H.: Éducation et Développement au Rwanda. Problèmes – Apories – Perspectives. Materialien des Arnold-Bergstraesser-Institut zu Entwicklung und Politik, Band 7. Weltforum Verlag, München 1974, 234p.

 

Dias, Patrick V. : La Formation des enseignements au Zaïre. Revue Internationale de Pédagogie, XXII/1976/1, 25-39.

 

Duhozanye: Les Témoignages des Veuves de Save regroupées dans l’Association « Duhozanye », Butare Rwanda, Novembre 2003, 122 p.

 

Dupaquier, Jean-François (Ed): La justice internationale face au drame rwandais. Karthala, Paris 1996, 227p.

Verschiedene Autoren analysieren das Justizsystem und die Situation der Gerichte in Rwanda, die Entstehung und Aufgaben des Internationalen Tribunals, die rechtlichen Situationen bezüglich des Völkermords und der Massaker gegen die Menschlichkeit in Rwanda in Staaten wie Belgien, Kanada, und Frankreich.

 

Durand, Jean-Marie : Les Plantes bienfaisantes du Rwanda et du Burundi. Brochure complétée, 4ème édition. Butare 1959, 89p.

 

 

Edicef : Contes du rwanda.  Textes recueillis et présentés par Cyprien Rugamba (Directeur de l’Institut National de Recherche Scientifique, Butare). Fleuve et Flamme, Paris 1983, 174 p.

 

Erny, Pierre : L’école coloniale au Rwanda (1900-1962). L’Harmattan, Paris 2001, 255 p.

 

Erny, Pierre: L’éducation au Rwanda au temps des rois. Essais sur la tradition culturelle et pédagogique d’un pays d’Afrique centrale. L’Harmattan, Paris 2005, 351 p.

Pierre Erny, emeritierter Professor für Ethnologie an der Universität Marc Bloch in Straßburg, hat zahlreiche Arbeiten zu Erziehung in Afrika, zur Ethnologie und Anthropologie sowie zum Bildungswesen in Rwanda veröffentlicht. Erny lehrte von 1973 bis 1976 an der Nationalen Universität Rwanda und am pädagogischen Institut, zu einer Zeit, als so genannte „ethnische Konflikte“ im Land sehr virulent waren und mittels Staatsstreich die zweite Republik nach der Unabhängigkeit 1962 gegründet wurde.

Die Veröffentlichung: „Erziehung in Rwanda während der Zeit der Könige“ stellt einen Versuch dar, in 14 Kapiteln die Rahmenbedingungen für Erziehung und Erziehungssysteme in der vorkolonialen Gesellschaft in Rwanda darzustellen. Themen sind: sozioökonomische Bedingungen und Erziehung, Fragen der klassifikatorischen Zuordnung der drei rwandischen Bevölkerungsgruppen: Rassen, Ethnien, Kasten, soziale Klassen, das Leitprinzip der rwandischen Kultur „Ungleichheit“, drei Sub-Kulturen und drei Erziehungssysteme, der Königshof als Sozialisationsraum, die Weltanschauung, pädagogische Konzeptionen, Kindheit und Stufen des Erwachsenwerdens, Klans, Verwandtschaftsbeziehungen und Erziehung, Heirat und Sexualität, Werte zwischen Gaunerei und Edelmut, Kunsthandwerk, Kultur und orale Literatur, Erziehung durch Spiel sowie Denkstrukturen. Es ist ein ethnologisches Werk, das eine Bestandsaufnahme und eine Kompilation von Aussagen, Hypothesen und Forschungsergebnissen verschiedener Autoren und Autorinnen ist.

P. Erny will deutlich machen, welche Erziehungsmethoden und Inhalte es in der vorkolonialen Zeit gab, zum Teil heute noch gibt und dass sie für heutige Bildungs- und Familienpolitik eine Rolle spielen sollten. In der Einleitung stellt der Autor fest, dass es schwierig ist, verallgemeinernde Aussagen zu machen, dass die Gesellschaft dynamisch war, dass die Klassifizierung der Bevölkerungsgruppen bis heute in der Literatur eine sehr widersprüchlich behandelte Frage bleibt. Zudem geht er auf verschiedene Definitionen von Erziehung ein, wobei anzumerken ist, dass in der französischen Wissenschaft die Begrifflichkeiten sehr viel anders benutzt werden als in der deutschen Wissenschaftstradition. So gibt es zum Beispiel den zentralen Begriff „Bildung“ nicht im Französischen.

Das Buch lässt sich gut lesen, enthält viele Informationen zur sozialen Kultur und den Lebens- und Arbeitsbedingungen der rwandischen Bevölkerung. In Deutsch wurden die meisten Inhalte 1992 komprimiert in Schürings, H.: „Rwandische Zivilisation und christlich-koloniale Herrschaft“ veröffentlicht. Der Autor gibt vor, aus der geschichtlichen Entwicklung, den politischen Strukturen und den Eigenschaften der Bevölkerung in Rwanda auch Elemente für Erklärungsansätze für den Völkermord 1994 liefern zu können. Er nennt die Kapitel „essais“, was man auch als „Versuche“ übersetzen kann. Diese Essais sind aus dem heutigen Anspruch an Qualität wissenschaftlichen Arbeitens allerdings nicht sehr gelungen. Erny gibt zwar umfassend das Wissen wieder, das von verschiedenen Autoren niedergeschrieben wurde. Aber die kritischen und relativierenden Aussagen des Einführungskapitels zu Konzepten und Theorien finden sich in den weiteren Ausführungen kaum wieder. Wenn ethnologische Arbeiten häufig einen eher beschreibenden Charakter haben, so müssen sie doch gewisse Standards einhalten, z.B. im Hinblick auf die Objektivität oder Subjektivität der Datenquellen. Daran setzt die zentrale Kritik an diesem Werk an.

Die Arbeit beruht insbesondere auf Veröffentlichungen, die während der zunächst deutschen (1897-1916) und dann belgischen Kolonialzeit (bis 1962) geschrieben wurden. Viele der häufig zitierten Autoren waren französische Missionare wie de Lacger, Arnoux, Nothomb, Pagès, die dem Orden für die Missionierung Afrikas (Weiße Väter) angehörten. Sie verfolgten mit ihrer Tätigkeit und auch ihren Veröffentlichungen gewisse Interessen: die Christianisierung und die so genannte Zivilisierung der rwandischen Gesellschaft. Diese wurden für die Weißen Väter der größte Erfolg in der Missionsgeschichte in Afrika. Ein anderer Autor, der als Quelle dient, ist der rwandische Priester, Philosoph, Historiker und Poet Alexis Kagame. Er wurde von Missionaren erzogen und entsprechend in seinen Analysen und Interpretationen der gesellschaftlichen Entwicklung beeinflusst. Auch wenn er für das Geschichtserbe und besonders die orale Literatur der Gesellschaft in Rwanda hervorragende Arbeit geleistet hat, so sind auch seine Arbeiten im historischen Kontext und der damals üblichen Interpretation der Geschichte zu bewerten.

Alle diese Arbeiten wurden zu einem Zeitpunkt erstellt, als Rassentheorien gängige Mittel waren, um gesellschaftliche Differenz und Ungleichheit zu rechtfertigen. Zudem diente die Literatur häufig dazu, die „Zivilisierung“ und damit Christianisierung dieser Gesellschaft zu legitimieren, und war Teil, wie René Lemarchand sagt, der missionarischen Geschichtsschreibung mit zahlreichen dogmatischen Wertungen. Eine weitere Quelle sind die Arbeiten des Soziologen J.J. Maquet, dessen Werke der 1950er Jahre zur „Bibel“ der rwandischen Soziologie wurden. Ein Prinzip der „Ungleichheit“ wurde als zentrales Leitprinzip der rwandischen Gesellschaft herausgestellt. Seine empirischen Methoden entsprechen jedoch weder den wissenschaftlichen Standards der 1950er Jahre noch der heutigen Zeit. Sein Werk beruhte auf Interviews einer kleinen Gruppe, die die herrschende Kultur repräsentierten, reproduzierten und zu ihren Gunsten interpretierten. Del Perugia, ein Beamter, der einige Jahre in Rwanda lebte, lässt in seinem Buch seiner Phantasie freien Lauf, schreibt äußerst idealisierend und besonders Elogen auf die herrschenden Gruppen und diskriminiert die Bevölkerung der Hutu. Eine solche Arbeit sollte nicht als seriöse Quelle genutzt werden. Weiterhin stützt Erny sich auf Examensarbeiten rwandischer Studierender an der Universität Straßburg, die offensichtlich zu dem großen Schatz an Sprichwörtern beigetragen haben.

Neben der mangelnden Quellenkritik fehlen auch Hinweise auf die Zeit- und Kontextgebundenheit von Ereignissen und Interpretationen. Der Autor schreibt zwar in der Einleitung, dass viele Angaben nur für bestimmte Gruppen oder Regionen zutreffen. Die weiteren Ausführungen lesen sich jedoch so, als würden sie für die gesamte Gesellschaft gelten. Trotz der zu Anfang gesetzten Relativierung und der Frage, ob die drei Bevölkerungsgruppen eher Rassen, soziale Klassen, Ethnien oder Kasten sind, werden im weiteren ungebrochen Angehörigen dieser Gruppen bestimmte Charakteristika zugeschrieben und dies unabhängig von ihrer sozialen, politischen oder ökonomischen Rolle. Den Ausführungen liegt das Schema zugrunde, das bis heute weltweit in den Medien reproduziert wird: die Hutu waren Bauern und Unterdrückte, die Tutsi Viehzüchter und Herrschende, die Twa eine wenig „zivilisierte“, marginale Bevölkerungsgruppe. Der Autor spricht sogar von drei Subkulturen in der Bevölkerung mit unterschiedlichen Erziehungssystemen und von verschiedenen Rassen, was wissenschaftlich nicht zu begründen ist. Zudem betonen Rwander und Rwanderinnen, unabhängig von der Fremd- oder Selbstzuschreibung einer „ethnischen“ Identität, dass sie eine gemeinsame Kultur, Sprache und Weltanschauung haben und auf geographisch gleichem Raum leben, so dass auch die Kriterien für „ethnische“ Unterschiede nicht gelten. Vergleicht man z.B. mit dem Mittelalter in Europa, so hatte der Adel selbstverständlich andere Erziehungsziele und -methoden als der Bauernstand. Das preußische Militär setzte sich aus den „Langen“ zusammen, ohne dass die Soldaten sich von der Bevölkerung  „rassisch“ unterschieden. Wir müssen akzeptieren, dass es bis heute keine wissenschaftliche Erklärung gibt, wie die so genannten „ethnischen“ Gruppen entstanden sind und wie es zu der Identitätsbildung kam.

Alle Gesellschaften unterliegen Dynamiken, die zeit-, raum- und ortsabhängig sind. In den Wissenschaften hat sich ab Mitte der 1980er Jahre eine Forschung entwickelt, die der bis dahin herrschenden Geschichtsschreibung der vorkolonialen Zeit eine Geschichte der oralen Tradition der Bevölkerung entgegensetzt und eine kritische Lektüre von bisher regelmäßig reproduzierten Tatbeständen und so genannten Traditionen vornimmt (z.B. Ntezimana, Newburry, Mbonimana, Schürings, besonders: Vansina, Jan: Le Rwanda ancien: le royaume Nyiginya, Paris, Karthala 2001). So geht der heutige Forschungsstand weit über die vorliegenden Inhalte hinaus, analysiert und interpretiert differenzierter, hinterfragt manche Dogmen der kolonialen Geschichtsschreibung.

Kann diese Arbeit klärend zu den Ursachen der Konflikte der rwandischen Gesellschaft, die 1994 in einem Genozid und in Verbrechen gegen die Menschheit kumulierten, beitragen, wie der Autor beansprucht? Die Antwort ist „nein“, denn dieses Buch trägt eher zur weiteren Verbreitung von Stereotypen und Imaginärem über die Vergangenheit und gesellschaftliche Entwicklung bei. „Erziehung zur Zeit der Könige“ ist eine weitgehende Wiederholung von Wissen und besonders Interpretationen und Wertungen von damals in Rwanda herrschenden Gruppen, Kolonialherren und Vertretern der katholischen Kirche.

Wenn man heute über Rwanda veröffentlicht, dann ist es wichtig, zu sehen, ob die Arbeit zur Konfliktverschärfung oder zur Klärung von Konfliktursachen beiträgt. Dieses Buch ist sehr konventionell, es berücksichtigt weder gesellschaftliche Brüche, dynamische Prozesse in einer Gesellschaft noch den neueren Forschungsstand. Es werden Mythen reproduziert und die Erfindung von Traditionen perpetuiert. Es handelt sich nicht um eine Sozialgeschichte des Volkes in Rwanda, der Banyarwanda, der Menschen, die in Rwanda leben.

Über Rwanda forschen und schreiben ist, besonders seit 1994, ein schwieriges Unterfangen. Anhänger der verschiedenen politischen Richtungen unterstellen häufig Autoren und Autorinnen eine bestimmte Gruppe zu unterstützen, den Genozid „legitimieren“ zu wollen oder Revisionisten zu sein. Umso wichtiger ist es, dass Wissenschaftler sehr genau und quellenkritisch analysieren und versuchen, ein Maximum an wissenschaftlicher Objektivität zu erreichen. Rezension: H. Schürings

 

Erny, Pierre: Rwanda 1994 - Clés pour comprendre le calvaire d'un peuple. Paris 1994, L'Harmattan, 256 S,.

Der Autor untersucht die Kategorien wie Rasse, Ethnie, Kaste und ihre Bedeutung für die rwandische Gesellschaft. Er streift die Kolonialzeit sowie die Revolution von 1959 und geht dann auf die 1. (Kayibanda) und besonders 2. Republik (Habyarimana) ein sowie auf die Rolle der Kirche,  die Geschichte der FPR und ihre Forderungen, die Beziehungen zwischen Rwanda und Burundi. Er fragt nach den psychologischen Hintergründen des Dramas und nach der Rolle Frankreichs und der Medien in diesem Konflikt.

 

Esprit : Les historiens et le travail de mémoire, Esprit, n° 266-267, Paris, août - septembre 2000, 251p.

 

Faculté des lettres de l’Université Nationale du Rwanda : Les réactions africaines à la colonisation en Afrique Centrale. Ruhengeri 1986, 478p.

 

Foi et culture. Rapport d’un séminaire tenu du 26. au 31.10.1987 au centre national de pastorale et de formation continue. Édition Saint Paul, Kigali 1987, 146p.

 

Gahama, Joseph : Le Burundi sous administration belge. Karthala et ACCD, Paris (sans date) 465p.

 

Gasarabwé, Edouard : Blanchette et ses chevreaux face aux dangers du monde. Conte français pour le Rwanda. L'Harmattan, Paris/Montréal/Torino, 94p.

 

Gasarabwé, Edouard : Le geste rwanda. Union Générale d’Édition, Paris 1978, 435 p. + Annexe

 

Gasarabwé, Edouard : Soirées d’autrefois au Rwanda. L’Harmattan, Paris/ Montréal 1997, 149p.

 

Gatwa, Tharcisse ; Karamaga, André : La Présence Protestante. Les autres Chrétiens rwandais. Éditions URWEGO, Kigali1990, 138p.

 

G.E.A.PO Sud-Kivu Zaire : Rwanda. Quel Avenir.  Éditions du G.E.A.PO/ C.E.D.D., Bukavu 1994, 57p.

 

Gerkens, Georges : Les Batutsi et les Bahutu. Contribution à l’anthropologie du Ruanda et de l’Urundi d’après les mensurations recueillies par la mission G. Smets. Institut Royal des Sciences Naturelles de Belgique, Bruxelles 1949, 112p.

 

Godding, Jean-Pierre : Réfugiés Rwandais au Zaïre. Sommes-Nous encore des hommes ? Documents des groupes de réflexion dans les camps. L´Harmattan, Paris/Montréal 1997, 226p.

 

Golias : Les dossiers: Rwanda, l’honneur perdu de l’Église. Editions Golias, Villeurbanne Cedex 1999, 260 p.

 

Gouvernement Belge à l’Assemblée Générale des Nations Unies : L’administration du Ruanda-Urundi (pendant l’année 1959). Bruxelles 1960, 494p.

 

Guichaoua, André (direct.) : L’Afrique des Grands Lacs. Revue Tiers-Monde, Tome XXVII, No. 106, Avril-Juin 1986.479 p.

 

Guichaoua, André : Destins paysans et politiques agraires en Afrique centrale. Tome 1 : L’ordre paysan des hautes terres centrales du Burundi et du Rwanda. L’Harmattan, Paris 1989, 208p.

 

Guichaoua, André (direct.): Les crises politiques au Rwanda et au Burundi (1993-1994). Université des Sciences et Technologie de Lille. Karthala, Paris 1994, 790 p.

Es handelt sich um einen Sammelband, in dem burundische, rwandische, amerikanische und europäische Autoren und Autorinnen die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre, die Rolle verschiedener Institutionen und Parteien, die Situation der alten und neuen Flüchtlinge, die Rolle der Nachbarländer sowie der wichtigsten Großmächte Belgien, Frankreich, USA und der Vereinten Nationen, der Schweiz sowie von Deutschland (H. Schürings) untersuchen. Auf ca. 300 Seiten werden wichtige Dokumente der letzten beiden Jahre wiedergegeben (Chronologie der Ereignisse 6.4. bis 21.8.94, Zeitungsausschnitte, einige der berüchtigten Namenslisten, etc.)

 

Guichaoua, André: Rwanda 1994 – Les politiques du génocide à Butare. Karthala, Paris, 2005, 497 p.

 

Guichaoua, André: Rwanda, de la guerre au génocide. Les politiques criminelles au Rwanda (1990-1994), La Découverte, Paris 2010, 615 p. http://rwandadelaguerreaugenocide.fr/ 2010

 

 

Hatzfeld, Jean : Dans le nu de la vie. Récits des marais rwandais. Éditions du seuil, Paris 2000, 236 p.

 

Hatzfeld, Jean: Une saison de machettes. Récits. Editions du Seuil. 2003, 296 p.

 

Hatzfeld, Jean : La stratégie des antilopes. Récit. Editions du Seuil. 2005, 308 p.

 

 

Helbig, Danielle ; Martin, Jacqueline ; Majoros, Michel : Rwanda 1994. Documents sur le génocide. Citoyens pour un Rwanda démocratique. Éditions Luc Pire, Bruxelles 1997, 76 p.

 

Heremans, Roger : Introduction à l’histoire du Rwanda. Éditions Rwandaises, Kigali 1988, 104 p.

 

Hiernaux, Jean : La diversité humaine en Afrique subsaharienne. Recherches biologiques. Éditions de l’Institut de Sociologie, Université Libre de Bruxelles, Bruxelles 1968, 117p. 

 

Honke, Gudrun et al: Au plus profond de l’Afrique. Le Rwanda et la colonisation allemande 1885-1919. Peter Hammer Verlag, Wuppertal 1990, 163 p.

 

Human Rights Watch/Fédération Internationale des ligues des droites de l`homme : Aucun témoin ne doit survivre. Le génocide au Rwanda. Éditions Karthala, Paris 1999, 931p.

 

 

Itangirubuntu, Jean Pierre : Giraso. Éditions IBARWA, Kigali 2002, 36p.

 

ISOKO (Hrsg.): Amakuru ki? Über leben in Rwanda – Vivre au Rwanda. Verlag für Interkulturelle Kommunikation, Frankfurt/Main 1987, 447 p, deutsch/ français.

 

 

Kabagema, Edouard : Carnage d’une nation. Génocide & Massacres au Rwanda 1994. L’Harmattan, Paris 2001, 249p.

 

Kagame, Alexis : La Philosophie Bantu comparée. Présence Africaine, Paris 1967, 334p. + cartes.

 

Kagame, Alexis : L’homme, la biographie thématique et l’esquisse d’analyse de l’oeuvre littéraire. Éditions Universitaires du Rwanda, Ruhengeri 1987, 146p.

 

Kagame, Alexis : La Philosophie Bantu comparée. Présence Africaine, Paris 1967, 334p. + cartes.

 

Kagame, Alexis : L’homme, la biographie thématique et l’esquisse d’analyse de l’oeuvre littéraire. Éditions Universitaires du Rwanda, Ruhengeri 1987, 146p.

 

Kagame, Alexis : Le Code des institutions politiques du Rwanda précolonial. Mém. Inst. Royal colonial Belge. 1952 ( ?), 136p.

 

Kajeguhakwa, Valens : Rwanda. De la terre de paix à la terre de sang et après ? Éditions Remi Perrin, Paris 2001, 358p.

 

Kalibwami, Justin : Le catholicisme et la société rwandaise 1900 – 1962. Présence Africaine, Paris/Dakar 1991, 597p.

 

Kamugunga, Callixte : Apprendre le Kinyarwanda. Méthode d’apprentissage de la langue rwandaise á l’usage des personnes d’expression française. (lieu ?) 1979, 234p.

 

Kashamura, Anicet : Famille, Sexualité et culture. Payot, Paris 1973, 214p.

 

Kalibwami, Justin : Le catholicisme et la société rwandaise 1900 – 1962. Présence Africaine, Paris/Dakar 1991, 597p.

 

Kanimba Misago, Célestin : Repards sur les Rwanda – Collections du Musée national – a journey through the National Museum collection. Maisonneuve $ Larose, Editions Urukundo. Paris 2003, 141 p.

 

Kayimahe, Vénuste : France-Rwanda : Les coulisses du génocide. Témoignage d’un rescapé. Éditions Dagorno, Paris 2001, 359p.

 

Kayoya, Michel : Sur les traces de mon père. Jeunesse du Burundi á la découverte des Valeurs. Éditions des presses Lavigerie Bujumbura, Burundi 1968, 142p.

 

Kayoya Michel : Entre deux mondes. Sur la route du développement. Éditions des presses Lavigerie Bujumbura, Burundi 1970, 149p.

 

Kehrer, Brigitte : Rwanda. Part de dieu & part du diable. L’Harmattan, Paris 2002, 262p.

 

 

Les Temps Modernes: Les politiques de la haine Rwanda, Burundi 1994-1995, Juillet-Août 1995, No. 583, Paris 1995, 315p.

Es handelt sich um einen Sammelband, in dem 17 Autoren die Situation in den Jahren vor und während des Völkermords und der Massaker im Jahre 1994 in Rwanda analysieren. Die Medienberichterstattung, die Tätigkeit von "Ärzte ohne Grenzen", Frankreich, werden von Vertretern der jeweiligen Institutionen dargestellt. Die Rolle der Vereinten Nationen, die Position der katholischen Kirche und Frankreichs werden sachkundig untersucht und die Situation in Rwanda im April 1995 dargestellt. Außerdem beschreibt ein Rwander, der aus dem Exil "heimkehrt" und seine Familie sucht, sehr eindrücklich die Situation der rwandischen Gesellschaft nach dem Völkermord. Ein umfassender analytischer Beitrag geht auf die Entwicklungen im Nachbarstaat Burundi ein.

 

Lévi-Strauss, Claude : Race et histoire. Édition Unesco, 1952, 127p.

 

Levin, Leah : Droits de l’homme. Questions et réponses. Édition Unesco, 1997, 157p.

 

Ligue des droites de la personne dans la région des Grands Lacs : Lueur de paix et persistance chronique de l’impunité. Rapport annuel sur la situation des droits de l’homme dans la sous-région des Grands Lacs (2003). Burundi, RD Congo, Rwanda 2004, 159p.

 

Ligue des droites de la personne dans la région des Grands Lacs : La problématique de la liberté d’expression au Rwanda : cas de la presse. Kigali 2002, 62p.

 

Logiest, Guy : Mission au Rwanda. Un blanc dans la bagarre Tutsi-Hutu. Collection Grands Documents – Didier Hatier, Bruxelles 1988, 224p.

 

Lugan, Bernard : Études Rwandaises. Volume XIV, Numéro spécial : Sources écrites pouvant servir à l’histoire du Rwanda. Université Nationale du Rwanda, Butare 1980, 269p.

 

Lugan, Bernard : Histoire du Rwanda. De la préhistoire à nos jours. Éditions Bartillat, 1997, 606 p.

 

 

Maalouf, Amin : Les identités meurtrières. Éditions Grasset & Fasquelle, Paris 1998, 211p.

 

Marchal, Colonel Luc : Rwanda : la descente aux enfers. Témoignage d’un peacekeeper (Décembre 1993 – Avril 1994). Éditions Labor, Bruxelles 2001, 335p.

 

Mariro, Augustin : Burundi – De la Nation aux Ethnies ou la Naissance d’une Elite Tribalisée. UNESCO Dakar 1998, 303 p.

 

Mas, Monique : Paris-Kigali 1990-1994. Lunettes coloniales, politique du sabre et onction humanitaire pour un génocide en Afrique. L’Harmattan, Paris/Montréal 1999, 527p.

 

Maury, Pierre : Rwanda, an deux. Éditions Luc Pire, Bruxelles 1996, 91p.

 

Mbonyumutwa, Shingiro : Rwanda, gouverner autrement. (lieux ?) 1990, 94p + cartes.

 

McCullum, Hugh : Dieu était-il au Rwanda ? La faillite des Églises. L’Harmattan, Paris 1996, 230p.

 

Memmi, Albert: Portrait du décolonisé. Folio actuel, Gallimard 2004, 223 p

 

Meyer, Hans : Les Barundi. Société française d’histoire d’outre-mer, Paris 1984, 274p.

 

Mfizi, Christophe: Les fils-de-chien. Tragédie en 7 tableaux. Editions Uruhimbi, Kigali 1991, 90p.

 

Ministère de l’enseignement supérieur et de la recherche scientifique du République Rwandaise: Sagesse et vie quotidienne en Afrique. Actes du symposium international de philosophie (Kigali, 31 Juillet – 7 Août 1983), Suivi de Journée Alexis Kagame : Vie et Œuvre, Kigali 1983, Revue trimestrielle Janvier-Mars 1987, No. 15, 484 p.

 

Ministère de la Jeunesse, des Sports et de la Culture (MIJESPOC), Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) : Enquête sur la Situation des Jeunes. Kigali 2003, 114p.

 

Misser, François: Vers un nouveau Rwanda? Entretiens avec Paul Kagamé. Editions Luc Pire/ Karthala. Brüssel 1995, 168p.

Gespräche mit Paul Kagame sind die Grundlagen für den Journalisten Misser, dessen Werdegang, seine Überzeugungen, die Entstehung der Rwandischen Patriotischen Front sowie die Sichtweisen über die Entwicklungen in Rwanda seit 1994 darzustellen.

 

Mouvement Démocratique Républicain, Rwanda : Analyse de la situation actuelle du Rwanda et Perspectives d’Avenir. Esquisse d’un projet de société pour le Rwanda de demain. Kigali 1992, 59p.

 

Mujawayo, Esther/ Souâd Belhaddad: La fleur de Stéphanie, Rwanda entre réconciliation et déni. Flammarion 2006, 256 p.

 

Mukagasana, Yolande : La mort ne veut pas de moi. Éditions Fixot, Paris 1997, 267p.

 

Mukagasana, Yolande : N’aie pas peur de savoir. Rwanda : un million de morts. Une rescapée tutsi raconte. Éditions Robert Laffont, S.A., Paris 1999, 316p.

 

Mukasonga, Scholastique : Inyenzi ou les Cafards. Continents Noirs – Editions Gallimard 2006, 164 p

 

Mukeshimana-Ngulinzira : Ngulinzira, Boniface : Un autre Rwanda est possible. Combat posthume. L’Harmattan, Paris2001, 107p.

 

Munyampirwa Bahenda Wa Bugabo, Pascal : Répression et violations des droits de l’homme au Rwanda. De la menace à la tentative d’assassinat un parcours accusateur contre le régime du président Habyarimana. Leuven (Belgique) 1991, 16 p. + annexe.

 

Munyarugerero, Francois-Xavier : Rayons et Nuées. Kigali 1987, 67p.

 

Munyeragwe, Jean-Damascène : Lumières du Rwanda. Le pays aux mille collines. EDICEF/APEF, Rwanda 2000 (photos - documentaire).

 

Murego, Donat : La révolution rwandaise 1959-1962. Essai d’interprétation. Publication de l’institut des sciences politiques et sociales. (lieux, date)

 

Musabimana, Jean Baptiste : Le coût de l’efficacité et de l’équité.  L’Education au Rwanda. Kigali 1990, 74p.

 

Mugabushaka, Théoneste : La découverte de Kalinga ou la fin d’un mythe. Contribution à l’histoire du Rwanda. Kigali 1979, 289p.

 

Muzungu, Bernardin : Le Dieu de nos pères - Volume I. Les sources de la religion traditionnelle du Rwanda et du Burundi. Bujumbura 1974, 167p.

 

Muzungu, Bernardin : Le Dieu de nos pères - Volume II. Une réflexion Théologique sur les données de la religion traditionnelle du Rwanda et du Burundi. Bujumbura 1975, 149p.

 

Muzungu, Bernardin : Le Dieu de nos pères – Volume III. Une Théologie anthropologique. Bujumbura 1981, 156p.

 

Muvara, Abbé Félicien : Aperçu histoire de l’évangélisation du Rwanda. Pallotti-Presse, Kigali 1990, 54p.

 

Mpayimana, Philippe : Réfugiés Rwandais – Entre Marteau et Enclume, Récit du calvaire au Zaire (1996-1997), L’Harmattan, Paris 2004, 154 p.

 

 

Nahimana, Ferdinand : Le blanc est arrive, le roi est parti. Une facette de l’histoire du Rwanda contemporain (1894-1931). Les Éditions Printer Set, Kigali 1987, 188p + Annexes.

 

Nahimana, Ferdinand : Conscience chez-nous, confiance en nous. Notre culture est la base de notre développement harmonieux. Ruhengeri 1988, 175p.

 

Ndekezi, Sylvestre : Rituel du Mariage Coutumier au Rwanda. Kigali 1984, 118p.

 

Ndekezi, Sylvestre : Les métiers traditionnels du Rwanda. Kigali 1986, 165p.

 

Ndorimana, Jean : Rwanda. L’église catholique dans le malaise. Symptômes et temoignages. Edizioni VIVERE IN, Roma 2001, 175p.

 

Ndorimana, Jean : Rwanda 1994. Idéologie, méthodes et négationnisme du génocide des Tutsi. A la lumière de la chronique de la région de Cyangugu. Edizioni VIVERE IN, Roma 2003, 239p.

 

Nduwayezu, Jean Damascène : Les fondements physiques humains et économiques du développement du Rwanda. Éditions Universitaires du Rwanda, Ruhengeri 1990, 292p.

 

Nemry, Claude. Les tambours du Rwanda (Roman). L’Harmattan, Paris 2001, 395p.

 

Ngijol, Gilbert : Autopsie des génocides rwandais, burundais et l’ONU. La problématique de la stabilité dans les pays de la région des Grand Lacs. Éditions Présence Africaine, Paris/Dakar 1998, 227p.

 

Nkunzumwami, Emmanuel : La tragédie rwandaise. Historique et perspectives. L’Harmattan, Paris 1996, 477p.

 

Nkusi, Laurent : Études d’ethnolinguistique et de littérature orale rwandaise. Université Nationale du Rwanda (Facultés des lettres), Ruhengeri 1986, 301p.

 

Niwese, Maurice : Le peuple rwandais - un pied dans la tombe. Récit d’un réfugié étudiant. L’Harmattan, Paris 2001, 212 p.

 

Nsekalije, Aloys : Vérités Maculées. Rwanda 1985, 134 p.

 

Ntezimana, Vincent: La justice belge face au génocide rwandais. L’affaire Ntezimana. L’Harmattan, Paris 2000. 214 p.

 

Nzeyimana, Isaïe : Finalités de l’Education. Essai d’une philosophie anthropologique de l’éducation au Rwanda. Éditions de l’Université Nationale du Rwanda, Kigali 2000, 117p.

 

 

Overdulve, C.M.: Rwanda – Un peuple avec une histoire. L’Harmattan, Paris/ Montreal 1997, 271p.

 

Overdulve, C.M. ; Jacob, I. : Kwiga Ikinyarwanda. Manuel d’apprentissage de la langue rwandaise. 2e édition révisée. Kigali 1987, 30 p.

 

Overdulve, C.M. ; Jacob, I. : Kwiga Ikinyarwanda. Manuel d’apprentissage de la langue rwandaise. 3e édition révisée et augmentée. Kigali 1998, 402p.

 

Paternostre de la Mairieu, Baudouin: À la source du Nil. Les mille collines du Rwanda. Téqui, Paris 1985, 108p.

 

Perraudin, André Mgr. Un Evêque au Rwanda – Témoignage, Editions Saint-Augustin, Saint Maurice 2003, 443 p

 

Pepin, Michel : Approche du point de vue des paysans à propos du Cas Gitarama. Démarche et pratique d’une séquence de travail au Rwanda. (Erscheinungsort unklar) 1985, 169p.

 

Père J. Cussac: Un Géant de l’apostolat. Le cardinal Lavigerie. Paris/ Toulouse (s.d.), 189p.

 

Poincaré, Nicolas: Rwanda - Gabriel Maindron - Un prêtre dans la tragédie. Les Editions de l'Atélier. Paris 1995, 127p.

Die Erfahrungen während des Völkermords und der Massaker des Priesters G. Maindron, der 35 Jahre in Rwanda lebte, werden hier beschrieben. Seine Versuche, Menschen zu retten und auch seine Unzulänglichkeiten, aus Angst, nicht mehr Personen retten zu können. Andere wurden dann trotz einer ersten Rettung doch noch ermordet. Das Buch zeigt sehr konkret, wie schwierig diese Situation zu leben war, wie wenig manche Menschen ausrichten konnten und wie die Mörder vorgingen.

 

Pole Institute – Institut Interculturel dans la Région des Grands Lacs: Regards Croisés. Rencontre de Bonn du 1 au 4 février 1999, Bonn 1999, 40p.

 

Politique Africaine, 68 : Politiques internationales dans la région des Grands Lacs, Karthala, Paris  Décembre 1997

 

Politique Africaine, 42 : Violence et pouvoir. Karthala, Paris, Juin 1991

 

Pose, Gilles ; Filippini, Gino : 10 ans d’expérience agricole … . Résultats techniques, résultats en animation. Centre d’Animation Globale Nyabimata, Butare 1982, 78p.

 

Présidence de la République Rwandaise (Service de l’information et des Archives Nationales) avec la collaboration du Comité pour la visite du Pape de l’Eglise Catholique au Rwanda : Discours prononces à l’occasion de la visite du Pape Jean Paul II au Rwanda. Palotti-Presse, Kigali 1990 103p.

 

Reardon, Betty A. : La tolérance, porte ouverte sur la paix. Unité pour l’enseignement secondaire (Unité 1). Éditions Unesco, Paris 1997, 145p.

 

Reardon, Betty A. : La tolérance, porte ouverte sur la paix. Unité pour l’enseignement secondaire (Unité 2). Éditions Unesco, Paris 1997, 112p.

 

Reardon, Betty A. : La tolérance, porte ouverte sur la paix. Unité pour l’enseignement secondaire (Unité 3). Éditions Unesco, Paris 1997, 128p.

 

Reporters sans frontières: Rwanda - l’impasse, La liberté de la presse après le génocide. 4 juillet 1994 - 28 août 1995, Paris 1995,  53p + Annexes.

In der Veröffentlichung werden die Medienberichterstattung vor und nach April 1994 untersucht sowie der Umgang der jeweiligen Regierungen mit kritischen Journalisten.

 

République Rwandaise : Discours prononce par le Président de la République à l’occasion de la présentation du programme gouvernemental pour le mandat 1989-1994. Kigali 1989, 78p

 

Reyntjens, Filip: Rwanda - Trois jours qui ont fait basculer l'histoire. Cahiers Africains, Institut Africain -CEDAF, No. 16, Brüssel, L'Harmattan, Paris, Novembre 1995, 150p.

Der Autor analysiert die drei Tage, die dem Abschuss des Flugzeugs des Präsidenten Habyarimana (Rwanda) am 6. April 1994 folgen und beschreibt vier Szenarien, wer für den Abschuss verantwortlich sein könnte. Außerdem untersucht er die Ermordung des Präsidenten Ndadaye (Burundi) im Oktober 1993.

 

Reytnjens, Filip: L'Afrique des Grands Lacs en crise, Rwanda, Burundi: 1988-1994. Paris, Karthala, 1994, 325p.

Das Buch geht nach einer kurzen historischen Einführung auf die innenpolitischen Entwicklungen in Burundi und Rwanda, insbesondere ab 1990 bis Anfang 1994 ein. Es ist von sehr großer Sachkenntnis geschrieben und wurde vor April 1994 fertig gestellt. Die vorgelegten Analysen sind sehr hilfreich, um zu verstehen, welche Faktoren, besonders in politischer Hinsicht zum Völkermord und zu den kriegerischen Auseinandersetzungen geführt haben.

 

Rumiya, Jean: Le Rwanda sous le régime du mandat Belge (1916-1931). Éditions l’Harmattan, Paris 1992, 249p.

 

Reporters sans frontières: Rwanda - l’impasse, La liberté de la presse après le génocide. 4 juillet 1994 - 28 août 1995, Paris 1995,  53p + Annexes.

In der Veröffentlichung werden die Medienberichterstattung vor und nach April 1994 untersucht sowie der Umgang der jeweiligen Regierungen mit kritischen Journalisten.

 

République Rwandaise : Discours prononcé par le Président de la République à l’occasion de la présentation du programme gouvernemental pour le mandat 1989-1994. Kigali 1989, 78p.

 

Reyntjens, Filip: Rwanda - Trois jours qui ont fait basculer l'histoire. Cahiers Africains, Institut Africain -CEDAF, No. 16, Brüssel, L'Harmattan, Paris, Novembre 1995, 150p.

Der Autor analysiert die drei Tage, die dem Abschuss des Flugzeugs des Präsidenten Habyarimana (Rwanda) am 6. April 1994 folgen und beschreibt vier Szenarien, wer für den Abschuss verantwortlich sein könnte. Außerdem untersucht er die Ermordung des Präsidenten Ndadaye (Burundi) im Oktober 1993.

 

Reytnjens, Filip: L'Afrique des Grands Lacs en crise, Rwanda, Burundi: 1988-1994. Paris, Karthala, 1994, 325p.

Das Buch geht nach einer kurzen historischen Einführung auf die innenpolitischen Entwicklungen in Burundi und Rwanda, insbesondere ab 1990 bis Anfang 1994 ein. Es ist von sehr großer Sachkenntnis geschrieben und wurde vor April 1994 fertiggestellt. Die vorgelegten Analysen sind sehr hilfreich, um zu verstehen, welche Faktoren, besonders in politischer Hinsicht zum Völkermord und zu den kriegerischen Auseinandersetzungen geführt haben.

 

République du Burundi : Vème Plan Quinquennal de Développement Economique et Social 1988-1992. Fleurus (Belgique) 1992( ?), 282p.

 

République Rwandaise : Ministère de l’enseignement supérieur et de la recherche scientifique, Ubrezi Ubuhanga n’Umuco – Education, Science & culture. Revue trimestrielle, Janvier- Mars, No. 1 Kigali 1982, 182 p.

 

République Rwandaise : Journal officiel de la République Rwandaise. Kigali 1982, 484p.

 

République Rwandaise : Banque Nationale du Rwanda. Rapport sur l’évolution économique et monétaire du Rwanda 1987. Kigali 1987, 98p.

 

République Rwandaise : Le problème démographique au Rwanda et le Cadre de sa Solution. Kigali 1990, 119p.

 

République Rwandaise : Discours prononce par le président de la république à l’occasion de la présentation du programme gouvernemental pour le mandat 1989-1994. Kigali 1989, 78p.

 

Richard, Pierre-Olivier ; Sebudandi, Gaetan : Le drame burundais. Hantise du pouvoir ou tentation suicidaire. Éditions Karthala 1996, 208p.

 

Rubayiza, Fulgence : Guérir- Le Rwanda da la violence. La Confession de Detmold un premier pas. L’Harmattan, Paris/Montréal 1998, 207p.

 

Rugamba, Cyprien (Directeur de l’Institut National de Recherche Scientifique) : Chansons Rwandaises – mélodie et texte composés. Butare 1979, 298p.

 

Rugamba, Cyprien : La poésie face à l’histoire. I.N.R.S., Butare 1987, 390p.

 

Rukebesha, Aloys : Esoterisme et communication sociale. Le cas du Rwanda. Éditions Printer Set. Kigali 1985, 184p.

 

Rumiya, Jean: Le Rwanda sous le régime du mandat Belge (1916-1931). Éditions l’Harmattan, Paris 1992, 249p.

 

Rusatira, Léonidas Général : Rwanda, le Droit à l’Espoir. L’Harmattan, Paris 2005, 356p.

 

Rutumbu, Juvénal : Le Rwanda totalitaire du F.P.R. H. Arendt, critique de la politique rwandaise actuelle. Paris 1995, 87p.

 

 

Sadiki, Jean-Baptiste : Connaissances et compétences techniques en milieu rural au Rwanda : Processus de Transmission. Thèse Inaugurale. Université Johann-Wolfgang Goethe, Francfort sur le Main 1997, 276p.

 

Schürings, Hildegard, Günther, Sebastian, Pabst, Andrea (Ed): No future without the past - Perspectives of democratisation and promotion of peace in the Great Lakes Region, Central Africa (Burundi, DR Congo, Rwanda), Symposium international, Imbuto e.V. en cooperation avec le Centre for Conflict-Studies Philipps-Universität Marburg, Germany – Allemagne, English and French

Pas d’avenir sans le passé - Perspectives de démocratisation et de promotion de la paix dans la Région des Grands Lacs, Afrique centrale, en Anglais et en Français, Tectum-Verlag, Marburg 2009, 228 p. www.imbuto.net

La Région des Grands Lacs en Afrique centrale est dotée en ressources naturelles qui en font une des régions des plus riches du monde. Durant des décennies, dus aux crimes contre l’humanité au Burundi, à la guerre et au génocide 1994 au Rwanda et aux incessantes guerres en République Démocratique du Congo, plusieurs millions de personnes ont été tués et de nombreux déplacés. Le viol est une arme stratégique de ces guerres. Par une approche multidisciplinaire et holistique, une trentaine de scientifiques internationalement renommés et d’éminents membres de la société civile analysent les causes des conflits et recherchent des perspectives pour la promotion de la paix et la démocratisation. Le rôle des acteurs internationaux et locaux, les buts des organisations des Droits de la Personne, des femmes, des jeunes et des survivants sont débattus. Le grand défi est: comment gérer le passé et rendre justice, comment surmonter la traumatisation et la stigmatisation «ethnique», comment contribuer aux processus de guérison et de réconciliation.

 

Sehene, Benjamin : Le piège ethnique. Éditions Dagorno, Paris 1999, 220p.

 

Sibomana, André: Gardons espoir pour le Rwanda.  Entretiens avec Laure Guilbert et Hervé Deguine, Desclée de Brouwer, Paris 1997, 248p.

 

 

Tadjo, Véronique : L’ombre d’Imana. Voyages jusqu’au bout du Rwanda. Actes Sud, Arles 2000, 133 p.

 

Tertsakian, Carina : Le Château – The lives of prisoners in Rwanda. Arves Books, 2008, 499 p. www.rwanda-chateau.org

 

Twagiramutara, Pancrace : Rapport à l’escape, rapport social. Contribution à l’étude de leurs liaisons à partir du cas du Rwanda. Université catholique de Louvain, Faculté des Sciences Economiques, Sociales et Politiques. Louvain-la-Neuve 1976, 246 p.

 

 

Umurerwa, Marie-Aimable : Comme la langue entre les dents. Fratricide et Piège identitaire. L’Harmattan, Paris 2000, 207 p.

 

Umutesi, Marie Béatrice: Fuir ou Mourir au Zaïre – Le vécu d’une Réfugiée Rwandaise. L’Harmattan, Paris 2000, 311 p.

 

Unesco: Burundi. De la Nation aux Ethnies ou la Naissance d’une Elite Tribalisée. UNESCO, Dakar 1998, 303p.

 

Unesco : La tolérance au cinéma. Clefs pour l’éducation à l’image dans l’enseignement (Répertoire de films traitant de la tolérance à l’usage du corps enseignant). Unesco, Paris 1997, 84p.

 

Unesco : Le processus d’éducation et l´historiographie en Afrique. Histoire générale de l’Afrique Études et documents. Unesco, Paris 1986, 157p.

 

Unesco : Tous les êtres humains… Manuel pour l’éducation aux droits de l’homme. Unesco, Paris 1998,158p.

 

Unesco/OUA : Verrouillage ethnique en Afrique du sud. Étude préparée pour la Division des droites de l’homme et des les paix de l’Unesco. Unesco, Vendôme 1988, 118p.

 

Université Nationale du Rwanda - Faculté des lettres : Les réactions africaines à la colonisation en Afrique Centrale. Ruhengeri 1986, 478p.

 

Vansina, Jan : Le Rwanda ancien – Le royaume nyiginya. Karthala, Paris 2001. 294 p.

Jan Vansina ist einer der besten Kenner der Region der Großen Seen. Seit 1957 forscht er zur Geschichte und den oralen Traditionen in der Region. Diese Veröffentlichung ist eine Gesamtschau zur Geschichte Rwandas, Vansina stellt darin manche Mythen, die heute politisch instrumentalisiert werden, in Frage.

 

Willame, Jean-Claude: Aux sources de l'hécatombe rwandaise, Cahiers Africain/ Africa Studies, No. 14, Paris 1995, L'Harmattan, 175p.

Welche Faktoren haben zum Völkermord und den Verbrechen gegen die Menschheit beigetragen? Der Autor untersucht die Rolle der Gewalt im historischen Kontext, besonders ab 1959, den Druck durch das demographische Wachstum, die Armut und  die Rolle der Entwicklungsprojekte.

 

Willame, Jean-Claude: L'ONU au Rwanda. La "Communauté internationale" à l'épreuve d'un génocide. Labor/ Editions Maison-Neuve Larose. Liège 1996. 175p.

Welche Rolle haben die UNO und die sie tragenden Staaten wie die USA, Frankreich und Belgien vor während und nach dem Völkermord in Rwanda gespielt, welches ist die Situation im Zaire, und welche Rolle könnte die "internationale Gemeinschaft" übernehmen.

 

Un groupe de prêtres de Kigali : Des Prêtres Rwandais s’accusent. Collection « Lumière et Société ». Kigali, Bujumbura 5, 1997, 179 p.

 

United Nations, Department of Public Information: Cooperation au development: Rwanda. Rapport 1987. (lieux ?) 1988, 122p.

 

Université Nationale du Rwanda, Campus Universitaire de Ruhengeri (Faculté des Sciences de l’Education) : Rapport annuel. Faculté des Sciences de l’Education année académique 1985/86. Butare 1987, 80 S.

 

Université Nationale du Rwanda - Campus de Ruhengeri : Les relations interethniques au Rwanda a la lumière de l’agression d’octobre 1990. Genèse, soubassements et perspectives. Éditions Universitaires du Rwanda, Ruhengeri 1991, 352p.

 

Université Nationale du Rwanda, Centre de Gestion des Conflits : Ruptures socioculturelles et conflit au Rwanda. Cahiers du Centre de Gestion des Conflits No. 2, Éditions de l’Université Nationale du Rwanda, Kigali 2001, 148p.

 

Uvin, Peter: L’aide complice? Coopération internationale et violence au Rwanda. L’Harmattan, Paris 1999, 289p.

 

Uwizeyimana, Laurien : Periodicite des crises alimentaires au Rwanda. Essai d’interprétation. Université Nationale du Rwanda, Département de Geographie, Ruhengeri 1990, 98p.

 

West Africain Round Table Association : Guide touristique du Rwanda. 2ième Edition, Kigali (ohne Jahrgang), 146p.  

 

Willame, Jean-Claude: Aux sources de l'hécatombe rwandaise, Cahiers Africain/ Africa Studies, No. 14, L'Harmattan, Paris 1995, 175p.

Welche Faktoren haben zum Völkermord und den Verbrechen gegen die Menschheit beigetragen? Der Autor untersucht die Rolle der Gewalt im historischen Kontext, besonders ab 1959, den Druck durch das demographische Wachstum, die Armut und  die Rolle der Entwicklungsprojekte.

 

Woodi Oosterom. Wiljo: Les Etoiles du Rwanda – Les enfants écrivent et dessinent sur leurs expériences pendant le génocide de 1994. Foundation Silent Work, Amsterdam 2004, 95 p.

 

 

Willame, Jean-Claude: L'ONU au Rwanda. La "Communauté internationale" à l'épreuve d'un génocide. Labor/ Editions Maison-Neuve Larose. Liège 1996. 175p.

Welche Rolle haben die UNO und die sie tragenden Staaten wie die USA, Frankreich und Belgien vor, während und nach dem Völkermord in Rwanda gespielt, welches ist die Situation im Zaïre, und welche Rolle könnte die "internationale Gemeinschaft" übernehmen.

 

Van Overschelde, G. : Van Overschelde, G. : Méthode pour apprendre le Kinyarwanda à l’usage des Européens. Volume 1. Kabgayi 1967, 211p.

 

Van Overschelde, G. : Méthode pour apprendre le Kinyarwanda à l’usage des Européens. Volume 2. Kabgayi 1968, 255p.

 

Van Overschelde, G. : Méthode pour apprendre le Kinyarwanda à l’usage des Européens. Volume 3. Kabgayi 1968, 318p.

 

Vidal, Claudine : Sociologie des passions (Côte-d’Ivoire, Rwanda). Karthala, Paris 1991, 181p.

 

 

Documentation in English

 

African Rights: Rwanda. Death, Despair and Defiance. London, September 1994, 742 Seiten, 2. erweiterte Auflage 1995, engl.

Während sieben Wochen nach dem Völkermord hat die Organisation in Rwanda recherchiert und mit zahlreichen Zeugen und Überlebenden gesprochen. Ihre Berichte werden hier wiedergegeben. Es werden Täter, ihre Helfer und die Opfer namentlich benannt. Nach den Untersuchungen von African Rights sind der Völkermord an den Batutsi und die Massaker an den Bahutu systematisch geplant und vorbereitet worden.

 

African Rights: "Rwanda - A Waste of hope: The United Nations Human Rights Field Operation", 11 Marshalsea Road, London, SE 1, 1EP, March 1995, 69 p., engl.,

Der Bericht beschreibt die Unzulänglichkeiten der Vereinten Nationen im Hinblick auf Aufklärung des Geschehenen, die fehlende Unparteilichkeit, die mangelnde Professionalität der UN-MitarbeiterInnen, die unklare Zielbestimmung, das mangelnde Vertrauensverhältnis zwischen allen Beteiligten usw.

 

African Rights: Rwanda – Not so innocent. When women become killers. 11 Marshalsea Road, London, August 1995, 255 p.

 

Berger, Iris: Religion and resistance. East African Kingdoms in the Precolonial Period. Institut National de Recherché Scientifique Butare, Publication No 20. Research Associate African Studies Center, Boston University 1981, 181 p.

 

Center for conflict management, National University of Rwanda: Proceedings of the workshop on rethinking peace, coexistence and human security in the Great Lakes, April 16-19 2002, Kigali. “Cahier No. 4” of the Center for Conflict Management, National University of Rwanda. Pallotti-Presse, Kigali 2002, 182 p.

 

Court of Women: Justice through the eyes of women. Testimonies on violence against women in the Arab World, Beirut, Lebanon 28-30 June 1995. El Taller, Tunis 1995, 87 pages.

 

 

Gouvrevitch, Philip: We wish to inform you that tomorrow we will be killed with our families. Farrar Straus and Giroux, New York 1998, 356 p.

 

 

Kamukama: Rwanda Conflict. It’s Roots and Regional Implications. Fountain Publishers LTD, Kampala 1993

 

P’Bitek, Okot: Song of Ocol. East African Publishing House, Nairobi 1970, 86 p.

 

Peress, Gilles: The Silence. First Scalo Editon, New York 1995 (Bildband).

 

Press, Karen: Children of Africa. 5 Stories. A Vumani Project Publication. Buchu Books, Cape Town 1987, 24 p.

 

Prunier, Gérard: The Rwanda Crisis. History of Genocide. Columbia University Press, New York 1995, 389 p.

Diese Veröffentlichung ist das erste umfassende Werk in englischer Sprache zur historischen und politischen Entwicklung in Rwanda bis zum Jahr 1995 von einem, sich selbst so nennenden Uganda-Experten verfasst, der 1990 zum erstenmal Rwanda betrat. Es ist weitgehend objektiv geschrieben, wenn auch die Grundlage mancher Wertungen von Ereignissen oder Personen unverständlich ist.

 

Schürings, Hildegard, Sebastian Günther, Andrea Pabst (Ed): No future without the past - Perspectives of democratisation and promotion of peace in the Great Lakes Region, Central Africa (Burundi, DR Congo, Rwanda), Symposium international, Imbuto e.V. en cooperation avec le Centre for Conflict-Studies Philipps-Universität Marburg, Germany – Allemagne, English and French

Pas d’avenir sans le passé - Perspectives de démocratisation et de promotion de la paix dans la Région des Grands Lacs, Afrique centrale, en Anglais et en Français, Tectum-Verlag, Marburg 2009, 228 p. www.imbuto.net

The Great Lakes Region in Central Africa with its vast endowment of natural resources is one of the richest regions in the world. During the last decades through massive crimes against humanity in Burundi, war and genocide in 1994 in Rwanda and long lasting wars in the eastern part of the Democratic Republic of the Congo, several million people were murdered and millions of people displaced. Rape is used as an important war strategy.
With an interdisciplinary and holistic approach, thirty internationally renowned scientists and highly profiled members of civil society analyse the causes of these conflicts and discuss ways to contribute to peace building and democratisation. The role of international and local actors, the aims of organisations promoting human rights and of associations of women, youth and survivors were discussed. Overarching questions are: how to cope with the past, coming to justice, how to overcome trauma and ethnic stigmatisation, and how to contribute to the healing and reconciliation process.

 

La Région des Grands Lacs en Afrique centrale est dotée en ressources naturelles qui en font une des régions des plus riches du monde. Durant des décennies, dus aux crimes contre l’humanité au Burundi, à la guerre et au génocide 1994 au Rwanda et aux incessantes guerres en République Démocratique du Congo, plusieurs millions de personnes ont été tués et de nombreux déplacés. Le viol est une arme stratégique de ces guerres. Par une approche multidisciplinaire et holistique, une trentaine de scientifiques internationalement renommés et d’éminents membres de la société civile analysent les causes des conflits et recherchent des perspectives pour la promotion de la paix et la démocratisation. Le rôle des acteurs internationaux et locaux, les buts des organisations des Droits de la Personne, des femmes, des jeunes et des survivants sont débattus. Le grand défi est : comment gérer le passé et rendre justice, comment surmonter la traumatisation et la stigmatisation «ethnique», comment contribuer aux processus de guérison et de réconciliation.

 

The World Bank: Financing Adjustment with Growth in Sub-Saharan Africa, 1986-1990. Washington, D.C. 1986, 119 p.

 

UNESCO: Violations of human rights: Possible rights of recourse and forms of resistance. Paris 1984, 236 p.

 

United Nations, Department of Public Information: The United Nations and the Situation in Rwanda.  Reference Paper, New York, April 1995, 81 p.

Bericht der wichtigsten Ereignisse in Rwanda seit 1.10.1990 und über die Maßnahmen, die durch UN-Organisationen durchgeführt werden, Abdruck aller UN-Resolutionen - März 1993 bis Februar 1995.

 

United Nations: Country presentation: Rwanda 1990. Second United Nations Conference on the Least Developed Countries. Paris 1990, 25 p.

 

 

Dokumentation in Kinyarwanda:

 

Bigirumwami, Aloys: n’Imignenzo n’Imiziririzo mu Rwanda. Diocèse de Nyundo. Kigali 2003, 335 p + Annex

 

Ndekezi, Sylvestre: Imyuga y’Abanyarwanda. INADES-formation-Rwanda, 1981, 152 p.

 

Republika y’u Rwanda, Ministeri y’Uburezi bw’Igihugu : Gusoma 1. Umwaka wa mbere. Kigali 1979, 70 p.

 

Republika y’u Rwanda, Ministeri y’Uburezi bw’Igihugu : Imibare 1. Umwaka wa mbere. Kigali 1979, 76p.

 

Republika y’u Rwanda, Ofisi y’Igihugu yita ku Mibereho y’Abaturage : Turushenho Kumenya Ofisi y’Igigihugu yita ku Mibereho y’Abaturage. Kigali 1985, 39 p.

 

Rugamba, Sipiriyani: Cyuzuzo. Institut National de Recherche Scientifique. INRS/ Butare 1981, 161 p.

 

Rugamba, Sipiriyani: Umusogongero. INRS, Butare 1979, 215 p.

 

Rugamba, Sipiriyani: Abambali b’Inganzo Ngali. Institut National de Recherche Scientifique Butare, Publication No 25, Butare 1984, 373 p.

 

Twizeyimana, Albert Baudouin : Umurashi w’Ikinyoma. Éditons Ibarwa, Kigali 2002, 70 p.

 

 


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